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18 Buch. r r Titel. Von Handelsbuchern. 9
woͤhnlichen Form unentgeldlich paginirt und paraphirt*) ſeyn. Auch iſt der Kaufmann verbunden, dieſe Buͤcher zehn Jahre lang aufzubewahren.
I2. Ordnungsmaͤßig gehaltene Buͤcher Unhen vom Richter in Handelsangelegenheiten zwiſchen Kaufleuten als Beweismittel zugelaſſen werden.
I3. Bücher, die ein jeder, der Handel treibt, zu hal⸗ ten verbunden iſt, koͤnnen, wenn dabey die hier aufge⸗ ſtellten Vorſchriften nicht bevbachtet ſind, weder gerichtlich producirt werden, noch bey Proceſſen als Beweismittel zum Vortheil derer gelten, die ſie gehalten haben; wo⸗ durch uͤbrigens den Anordnungen uͤber Falliments und Bankerotte(im dritten Buche des Handelsgeſetzbuchs) nichts benommen wird.
14. Die Mittheilung der Handels⸗Buͤcher kann nur in Angelegenheiten, welche Erbſchaften, Guͤtergemein⸗ ſchaft, Geſellſchaftstheilung betreffen, und bey eingetre⸗ tenem Falliment, gerichtlich auferlegt werden.
15. Jw Laufe eines Rechtsſtreites kann der Richter, ſelbſt von Amtswegen, die Vorlegung der Handelsbuͤcher verlangen, um daraus das extrahiren zu laſſen, was den ſtreitigen Gegenſtand Beziehung hat.
16. Im Fall ſich die Buͤcher, deren Vorlegung ange⸗ tragen, verlangt, oder befohlen wird, an einem von dem Gerichtshoſe, vor welchem die Sache anhaͤngig iſt, entfern⸗ ten Orte befinden, kann der Richter eine Requiſition an das Handelsgericht daſelbſt erlaſſen, oder einem Frie⸗ densrichter Auftrag ertheilen, an Ort und Stelle Ein⸗ ſicht davon zu nehmen, uͤber den befundenen Inhalt ein Protocoll zu verfaſſen, und dieſes an das Tribunal, vor
welchem die Sache anhaͤngig iſt, einzuſchicken.
. Wenn die Parthey, auf deren Handelsbuͤcher man ſich beruft, die Vorlegung derſelben verweigert: ſo kann der Richter den Gegentheil zum Eide laſſen.
*) Mit dem Schrift⸗ oder Handzuge verſehen.
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