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18 Buch. rr Titel. Von Kaufleuten. 5
3. Die Verfuͤgung des vorſtehenden Artikels iſt ſelbſt
auf Minderjährige, die keine Kaufleute ſind, in Anſehung
aller derjenigen Geſchaͤfte anwendbar, welche, vermoͤge des
i8ten und 109ten Artikels des 1I. Litels im IW. Buche für Handelsgeſchaͤfte erklaͤrt ſind.
4. Ohne Einwilligung ihres Mannes, kann eine Ehe⸗ frau nicht oͤffentlich Handel treiben.
5. Die Frau, die offentlich Handel treibt, kann, ohne Zuſtimmung ihres Mannes, in dem, was ihr Geſchaͤft be⸗ trift, Verbindlichkeiten eingehen, ja ſie verpflichtet dadurch, in dieſem Falle, zugleich ihren Mann, dafern die Guͤter⸗ Gemeinſchaft zwiſchen ihnen Statt findet.
Eine Ehefrau, die bloß Handelswaaren ihres Man⸗ nes im Einzelnen verkauft, iſt nicht als Handelsfrau zu be⸗ trachten, ſondern das Letztere iſt nur dann der Fall, wenn ſie einen abgeſonderten Handel fuͤhrt.
6. Minderjaͤhrige, die unter den obigen Beſtimmun⸗
gen zur Betreibung des Handels zugelaſſen ſind, koͤnnen
ihre unbeweglichen Guͤter verpfanden und zur einſetzen*).
Sie koͤnnen dieſelben ſogar veräußern; nur muͤſſen dabey die im 437. und folgenden Artikeln des Napoleonei⸗ ſchen Geſetzbuchs vprgſchriebenen Foͤrmlichkeiten werden.
. 9effentlich Handel treibende Ehefrauen eznnen gleichfalls ihre unbeweglichen Guͤter verpfaͤnden, zur Hy⸗ pothek einſetzen und veraͤußern.
Hat jedoch eine Frau ihrem Manne ein Vermoͤgen zu⸗ gebracht, von welchem ihm der Nießbrauch zuſteht, ſo koͤnnen dergleichen zum Brautſchatz gehoͤrige Guͤter nicht verpfändet oder veraͤußert werden, als in den durch Na⸗ poleons I. Geſetzbuch beſtimmten Faͤllen, und unter den dort
angegebenen Formlichkeiten.
*) Wie die Verpfändung und Verhypotzecirung der S nach Franzöſiſchem Rechte verſchieden ſey, lehrt das Napot. Geſetzb.§. 2072. 2033— 2091. verglichen mit 5. 3114 ff.
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