xx1v Einleitung.
Rechte der unbekannten Glaͤubiger, nicht ganz unberuck⸗ um ſichtigt bleiben. Denn der Nachtheil, den der vielleicht irgendwo befindliche unbekannte Glaͤubiger, bey minder di angſtlichen Formen, leiden könnte, iſt ein vermuthli⸗ cher und ungewiſſer; die vielen und großen Koſien mo der Edictalladungen, die lange Verzögerung, der dadurch— veranlaßte, oft unerſetzbare Verluſt, den Glaͤubiger und ub Gemeinſchuldner erleiden, das ſind gewiſſe und ein⸗ ſl leuchtende Nachtheile, deren Vermeidung auf der v Wagſchale der conſequenten Geſetzgebung mehr Gewicht bünn haben muß, als die Furcht vor dem ungewiſſen Verluſte, 40 welcher irgend einen Unbekannten treffen koͤnnte, der unb vielleicht nicht exiſtirt, vielleicht ſeine Rechte aus unin unbeſonnenheit und Leichtſinn nicht verfolgt, vielleicht bun! auch die Edictalladung nicht einmal zu Geſicht bekommt. n Auch iſt von der andern Seite hier fuͤr den außen⸗ inu gebliebenen Glaͤubiger dadurch geſorgt, daß er ſich bis nnin zur letzten Diſtribution immer noch melden ſoiu kann,(Art. 77.) und nun von den vorher diſtribuirten mhn Summen nichts erhält. tin Daß der Accord nicht eher, als bis nach er⸗ kn folgter Liquidation, geſchehen, alſo dem Bankerot⸗ tirer nicht zu ſtatten kommen darf, weil das Handels⸗ hn gericht dieſem die Beſtaͤtigung derſelben verweigern nit kann, Glrt. 90. III.) iſt ſtren g; aber, zur Vermeidung nnſt betruͤglicher Accorde, ſehr nutzlich, da dieſe nicht Iun ſelten recht eintragliche Speculationen ſchamloſer Betruͤ⸗ i ger, oder Beförderungsmittel der partheyiſchen Beguͤn⸗ kuth ſtigung einzelner Glaͤubiger ſind. Auch iſt man auf dieſe in g Weiſe ſicher, daß nicht vorgeſpiegelten oder ungerechten bhnut


