— Einleitung.
gegenſtand behandelt werden. Uebrigens ſcheint, nach Allem, was das Handelsgeſetzbuch in Anſehung des Be⸗ griffs des Wechſels beſtimmt, des Ausdruck: Wechſel (lettre de change) zur Hervorbringung der Wechſelver⸗ bindlichkeit nicht unerläßlich noͤthig zu ſeyn; wenigſtens enthaͤlt das ganze Geſetz kein Wort von dieſem Erfoder⸗ niſſe, das gleichwohl bey uns Deutſchen*) als unerlaͤß⸗ lich betrachtet wird.
Im zweyten Buche, das vom Seerechte han⸗ delt, hat man ſich, wie ich bereits erwaͤhnt habe, faſt ganz nach der Ordonnanz von 16861 gerichtet. Doch hat man im Zten Artikel in Anſehung der Art, die auf dem Schiffe unterpfaͤndlich haftenden privilegirten Foderungen zu beweiſen, neue Beſtimmungen hinzugefuͤgt.— In der erwähnten Ordon⸗ nanz war verordnet, daß, wenn ein Schiff, das im Be⸗ griff ſtehe, auszulaufen, nur zu einem Antheile in Beſchlaggenommenwerde, die Mitintereſſenten des Schuldners es nicht unter Segel gehen laſſen duͤrften, wenn ſie nicht fuͤr den Werth des in Beſchlag genom⸗ menen Antheils Caution geleiſtet haͤtten. Dieſes iſt(S. 264.) dahin abgeaͤndert, daß ein Beſchlag auf ein ſegelfertiges Schiff uͤberhaupt nicht Statt findet; es muͤßte denn wegen eines Darlehns Beſchlag gefodert werden, das zur Beſtreitung der vorhabenden Reiſe ſelbſt hergeſchoſſen waͤre. Dieſe Verordnung be⸗ guͤnſtigt den Seehandel, beſchraͤnkt den Aufenthalt kauf⸗
S. Scherers Handbuch des Wechſelrechts unter: Wechſelbrief. Prenßiſch. Landrecht II. Th.
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