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Einleitung. XII
ber, der den Proteſt zu ſpaͤt einlegt, ſeinen Regreß an
den Ausſteller(Traſſanten) nur ſo weit verliert,
als dieſer die erfolgte Deckung des Bezogenen darthun kann. Ich finde nichts gerechter, als dieſe Verordnung; denn da der Traſſant die Valuta empfan⸗ gen hat, ſo wuͤrde er ja zum Schaden eines dritten ge⸗ winnen, wenn er, ohne gezahlt zu haben, empfangen haͤtte, und das Empfangene wegen eines Verſaͤumniſſes behalten wollte, aus welchem fuͤr ihn kein Nachtheil, ja nicht einmal Gefahr, erwachſen waͤre. Daß die Indoſ⸗ ſanten, welche ja den Werth ſaͤmmtlich bezahlt haben, hierin mit dem Traſſanten nicht im gleichem Falle ſind, ergisbt ſich aus der Natur der Sache.
Die Abſchaffung aller Reſpitt⸗oder Dis⸗
cretionstage(délais de grace, de faveur) Art. 135. iſt gleichfalls eine heilſame Neuerung, durch die
entweder eine wirkliche Verlaͤngerung der Zahlungszeit, oder doch eine Ungewißheit in Anſehung derſelben, zum Beſten des Handels, aufgehoben wird. Mochten doch alle handelnde Staaten dieſem Beyſpiele folgen, und eine Sitte abſchaffen, die noch dazu manche ſchwierige Rechtsfragen und unnuͤtze Streitigkeiten veranlaßt!
Der Proteſt bey ermangelnder Zahlung ſoll(§. 162. 1. B.) den Tag nach dem Verfalltage eingelegt werden duͤrfen. Daß dieſes dem Antrage einiger Franzoͤſiſchen Juſtiz⸗ und Commerzbehoͤrden, man ſolle den Proteſt innerhalb drey Tagen nach der Verfallzeit geſtatten, vor⸗
zuziehen ſey, liegt am Tage. Je weniger hierbey der
Nach der Leipziger Wechſelordnung fanden ſe bep uns ſchon laͤngſt nicht Statt.


