xI1 Einleitung.
tet. Die ſogenannten ſtillen Compagnons duͤrfen in der Handlungsfirma nicht genannt werden, auch an den Ge⸗ ſchaͤften der Handlung keinen Antheil nehmen, wenn ſie nicht in ſolidariſch verpflichtete Handelsgeſellſchafter aus⸗ arten wollen. Dieſes, und daß zur Guͤltigkeit eines ſol⸗ chen, und jedes andern Societaͤtsvertrags eine gerichtli⸗ che Notorietaͤt erfolgt wird,(§. 42.) beugt betruͤgeriſchen heimlichen Verbindungen vor, vermoͤge welcher nicht ſel⸗ ten dem Publikum, durch große, mit hergeſchoſſenem Gelde geheimer Geſellſchafter gemachte Unternehmungen, anſehnlicher Credit abgelockt wird, und der Glaͤubiger dann, nach heimlicher Zuruͤckziehung dieſer— alle Sicherheit verliert.
Eben ſo geben die Vorſchriften des 4ten Titels der Guͤtertrennung der Ehegatten und den Ehe⸗
vertraͤgen der Kaufleute eine aus gleichem Grunde
ſehr heilſame Publicitat; und wenn dieſe ſchon einen Schleyer von den Vermogensverhaͤltniſſen des Kauf⸗ manns aufhebt, der manchem, auch redlichem Indivi⸗ duum ſehr heilſam geweſen waͤre: ſo ſcheint mir doch die Verwahrung des Publicums vor Betrug und falſchen Vorſpiegelungen die wichtigere Hinſicht zu ſeyn, der jede andere billig nachſtehen mußte.
Im Wechſelrechte. B. Art. 117) zeichnet ſich beſonders die Verordnung aus, daß der Briefsinha⸗
26. Artikel des 1. Buchs, durch welche die von mir gewaͤhlten Benennungen: ſtille Geſellſchaft, ſtil⸗ lerCompagnon, dem gemeinen Sprachgebrauche nach, gerechtfertigt werden; womit auch das Preußiſche Land⸗ recht II. Th. 8. Tit. J. 651. übeteinſimmt.
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