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Einleitung. x1
fallenen Erbſchaften, ja ſogar alle von ihm indoſſirte Ef⸗ fecten, in ein Journal eintragen muß, das zu ſeinen weſentlichen Handelungsbuͤchern gehoͤrt. Dieſe heilſame Verordnung macht, daß der ganzeVermoͤgenszuſtand des Kaufmanns, beſonders auf den Fall, daß er fallit wird, ſogleich uͤberſehen und nichts davon verhehlt werden kann, weil, nach Art. 151. des 3. Buchs, die ordnungs⸗ widrige Haltung der Buͤcher die Strafe des einfachen Bankerotts nach ſich zieht. Auch laͤßt ſich ſo uͤberſehen, ob der haͤusliche Aufwand des Kaufmannes ſeinem Ver⸗ moͤgenszuſtande angemeſſen ſeyn. Die Inventur muß kuͤnftig alle Jahre aufgenommen, und, ſo wie das Jour⸗ nal, in ein beſondres Buch eingetragen, auch gerichtlich viſirt werden, ſo daß alſo entſtandene Verwirrung und bedeutender Verfall nicht lange unbemerkt bleiben können.
Im dritten Titel dieſes Buches iſt vorzugliche
Aufmerkſamkeit auf die ſtille Geſellſchaft*) gerich⸗
*) Société en commandite. Der Vegriff, den Schedel in ſeinem Handelslericon unter: commandite von dieſer Art der Handelsgeſellſchaften feſtſetzt, paßt, wiewohl er dem in manchen deutſchen Handelsſtaͤdten angenom⸗ menen Sprachgebrauche gemaͤß iſt, nicht auf die im Han⸗ delscoder enthaltene Beſtimmung. Nach Schedel waͤre eine Commandite eine Handlung, die ein Kaufmann auf einem fremden Handelsplatze mit ſeinem Gelde und auf eigne Rechnuns errichtet, und deren Betrieb er einem von ihm gewählten Kaufmanne uͤberlaͤßt. Noch anders erklaͤrt er ſich daruͤber unter: Compagniehand⸗ lung und verſteht dort unter Commanditegeſellſchaft ſoviel, als die Vereinigung eines reichern Mannes mit einem minder beguͤterten, von denen jener das Capital herſchießt, dieſer die Geſchaͤfte verrichtet. Daß letzteres dem im Handelscoder angenommenen Begriffe zwar etwas naͤher komme, aber doch noch immer davon ab⸗ weiche, zeigen die klaren Worte des 23. 24. 25. und


