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1974. Rentbeſtellungen auf den Kopf eines Menſchen, der am Tage des Vertrags nicht mehr lebte, ſind ohne alle Wirkung..
1975. Eben ſo verhaͤlt es ſich mit der Rentbeſtellung auf den Kopf eines Menſchen, der eine Krankheit hatte, an welcher er in den erſten zwanzig Tagen nach geſchloſſe⸗
nem Vertrage geſtorben iſt.
1976. Die Beſtimmung des Betrages der Leibrente, und des dafuͤr zu entrichtenden Capitals oder Preiſes, haͤngt lediglich von dem Uebereinkommen der Theile ab.
Zweiter Abſchnitt.
Von den Wirkungen des Vertrags unter den contr ahi⸗ renden Theilen.
Art. 1977. Derjenige, zu deſſen Vortheil eine Leib⸗ rente vermittelſt eines Preiſes beſtellt worden iſt, kann die Aufhebung des Vertrages fordern, wenn der Beſteller ihm die Sicherheiten nicht gewaͤhrt, die er fuͤr die Erfuͤllung ausbedungen hat.
1978. Aus dem Grunde allein aber, daß der Beſtel⸗ ler die Ruͤckſtaͤnde der Rente nicht entrichket, iſt der Rent⸗ empfaͤnger nach nicht befugt, die Ruͤckerſtattung des Capitals zu fordern, oder zu verlangen, daß er wieder in den Be⸗ ſitz des von ihm veraͤußerten Grundes geſetzt werde; er iſt in einem ſolchen Falle zu weiter nichts berechtigt, als die Guͤter ſeines Schuldners angreifen und verkaufen zu laſſen, damit aus dem daraus erſtandenen Gelde, durch richterlichen Spruch oder Einwilligung des andern Theils, eine zulaͤngliche Summe verwendet werde, um die Ruͤck⸗
ſtaͤnde abzutragen.
1979. Der Beſteller kann ſich dadurch nicht von Zah⸗ lung der Rente frei machen, daß er ſich anbietet, das Capital zu erſtatten, und Verzicht auf Zuruͤckforderung der bezahlten Ruͤckſtaͤnde leiſtet; ſondern er iſt gehalten, die Rente zu entrichten, ſo lange die Perſon oder die Per⸗ ſonen leben, auf deren Kopf ſie Ffeeli iſt, dieſe Perſonen moͤgen noch ſo lange leben, und ie Entrichtung der Rente
mag ihm noch ſo laͤſtig geworden ſeyn.


