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Iſt vor der Zahlungszeit eine Erhoͤhung oder Ver⸗ minderung mit den Muͤnzſorten vorgegangen: ſo braucht der Schuldner nur die ihm geliehene numeriſche Summe zu zahlen, und zwar braucht er ſie nur in den Muͤnzſor⸗ ten zu zahlen, die zur Zahlungszeit gangbar ſind.
1896. Die im vorhergehenden Artikel fetzgeſetzte Re⸗ gel findet keine Anwendung in dem Falle, wo das Dar— lehn in Metallſtangen beſteht.
1897. Beſteht das Darlehn in Metallſtangen oder ungemuͤnztem Metalle, oder in Lebensmitteln: ſo muß der Schuldner allezeit die naͤmliche Quantitaͤt und Qualitaͤt erſtatten, und iſt zu weiter nichts verbunden, wie ſehr die⸗
ſe Sachen auch im Werthe geſtiegen oder gefallen ſeyn moͤgen.—
Zweiter Abſchnitt.
Von den Verbindlichkeiten des Darleihers.
Art. 1898. Bei dem Darlehn zum Verbrauch haftet der Darleiher, ſo wie der Verleiher im Art. 1891 beim Darlehn zum Gebrauche haftet.
1899. Vor der verabredeten Zeit kann der Darlei⸗ her die geliehenen Sachen nicht wieder fordern.
1900. Iſt fuͤr die Zuruͤckgabe keine Zeit beſtimmt: ſo kann der Richter, den Umſtaͤnden nach, dem Anleiher einen Ausſtand geben.
1991. Iſt die Verabredung bloß ſo abgefaßt, daß der Anleiher bezahlen ſolle, wenn er kann, oder wenn er dazu im Stande ſeyn wird: ſo beſtimmt ihm der Richter die Zeit nach Maaßgabe der Umſtaͤnde.
Dritter Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Anleihers.
Art. 1902. Der Anleiher oder Borger iſt verbun⸗ den, die empfangenen Sachen in der nemlichen Quan⸗ titaͤt und Qualitaͤt, und zu der verabredeten Zeit wieder zu geben.


