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te: ſo haftet er fuͤr ihren Verluſt, wenn er ſich auch durch ungefaͤhren Zufall ereignete.
1882. Iſt die geliehene Sache durch einen ungefaͤh⸗ ren Zufall zu Grunde gegangen, wovor ſie der Leiher hät⸗ te bewahren koͤnnen, wenn er ſeine eigene gebraucht haͤtte: ſo haftet er fuͤr den Verluſt. Auch haftet er dafuͤr, wenn er in dem Falle, wo er beide, die ſeinige und die geliehe⸗ ne, hui erhalten konnte, die ſeinige vorzugsweiſe geret⸗ tet hat. 3
1883. Iſt die Sache bei der Verleihung geſchaͤtzt worden: ſo traͤgt der Leiher ihren Verluſt, wenn er ſich auch durch ungefaͤhren Zufall ereignet; es ſey denn an⸗ ders verabredet worden.
1884. Verſchlimmert ſich die Sache durch den bloßen Gebrauch, wofuͤr ſie hergeliehen iſt, und ohne irgend ein Verſehen des Leihers: ſo haftet dieſer fuͤr eine ſolche Ver⸗ ſchlimmerung nicht.
5 1885. Der Leiher iſt nicht befugt, die geliehene Sa⸗ che in Gegeneinanderaufrechnung zu behalten fuͤr das, was ihm der Verleiher ſchuldig iſt.
1886. Auslagen, die der Leiher gehabt, um ſich der geliehenen Sache bedienen zu koͤnnen, kann er nicht wieder fordern.
1887. Haben mehrere gemeinſchaftlich die naͤmliche Sache geliehen: ſo haften ſie dem Verleiher dafuͤr ohne Theilung oder ſolidariſch,
Dritter Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Verleihers.
1888. Der Verleiher kann die geliehene Sache erſt nach der verabredeten Zeit wieder nehmen, oder, falls dar⸗ uͤber keine Verabredung vorhanden iſt, erſt nachdem ſie den Gebrauch gewaͤhrt hat, zu welchem ſie iſt geliehen worden. 3
1889. Wenn indeſſen waͤhrend der verabredeten Zeit, oder bevor der Leiher ihrer nicht mehr noͤthig hat, der Verleiher in den Fall kommt, ihrer zu beduͤrfen, und das Beduͤrfniß dringend und ſo geartet iſt, daß er es nicht


