Geſellſchaftsſchulden, und ein Mitglied kann die uͤbrigen nicht verbinden, wenn dieſe ihm nicht dazu die Vollmacht gegeben haben. Dieſe Regel gilt bei allen Geſellſchaften, ausgenommen bei Handelsgeſellſchaften.
1863. Alle Geſellſchaftsglieder haften dem Glaͤubi— ger, womit ſie contrahirt haben, jeder fuͤr eine gleiche Summe und fuͤr einen gleichen Theil, ohne Ruͤckſicht, ob der Theil eines von ihnen in der Geſellſchaft geringer iſt, es ſey denn, daß man bei der Verabredung ſelbſt die Ver⸗ bindlichkeit des Letztern auf den Fuß ſeines Antheils re⸗ gulirt habe.
1864. Obſchon bei Unternehmung einer Verbindlich⸗ keit ausgedruͤckt wird, daß ſie fuͤr Rechnung der Geſell⸗ ſchaft ſey: ſo bindet ſie doch nur das contrahirende Mit⸗ glied, und keineswegs die uͤbrigen; ausgenommen, wenn dieſe ihre Vollmacht gegeben haben, oder der Gegenſtand der Verbindlichkeit der Geſellſchaft zum Nutzen gediehen iſt.
Viertes Capit el.
Von den verſchiedenen Arten, wie die Ge⸗ ſellſchaft endet.
Art. 1865. Die Geſellſchaft nimmt ein Ende
iſtens, durch Ablauf der Zeit, worauf ſie geſchloſſen worden, 6
2tens, durch Erloͤſchung der Sache oder Beendigung des Geſchaͤftes,
3tens, durch den natuͤrlichen Tod eines der Geſell⸗ ſchaftsglieder;
4tens, durch den buͤrgerlichen Tod, die Unterſagung, oder den Bankerott eines von ihnen;
ßtens, durch die Willenserklaͤrung eines oder mehre⸗ rer, nicht mehr in der Geſellſchaft zu ſeyn.
1866. Die Verlaͤngerung einer Geſellſchaft, die nur eine gewiſſe Zeit dauerte, kann nicht anders bewieſen wer⸗ den, als durch eine neue Schrift, die mit den naͤmlichen Formen bekleidet ſeyn muß, wie der Geſellſchaftsvertrag.


