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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
Entstehung
Seite
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1867. Wenn einer der Geſellſchaftsgenoſſen ſich an⸗ heiſchig gemacht hat, eine Sache dem Eigenthum nach ein zubringen, und dieſelbe vor der wirklichen Einbringung zu Grunde gegangen iſt: ſo wird dadurch die Geſellſchaft in Anſehung aller Glieder aufgeloͤſt.

Auch loͤſt ſich die Geſellſchaft in allen Faͤllen durch den Verluſt der Sache auf, wenn ſie bloß der Benutzung nach eingebracht, dem Eigenthume nach aber beim Geſell⸗ ſchaftsgenoſſen geblieben iſt.

Geht hingegen eine Sache zu Grunde, wovon das Eigenthum bereits eingebracht war: ſo wird dadurch die Geſellſchaft nicht gebrochen.

1868. Iſt verabredet worden, daß im Falle, wo ein Mitglied ſtuͤrbe, die Geſellſchaft mit ſeinem Erben beſtehen ſolle, oder, daß ſie bloß unter den uͤberlebenden Gliedern beſtehen ſolle: ſo hat es bei ſolchen Verfuͤgungen ſein Be⸗ wenden. Im zweiten dieſer Faͤlle hat der Erbe des Ver⸗ ſtorbenen kein Recht, als auf Theilung der Geſellſchaft, mit Ruͤckſicht auf die Lage, worin ſie ſich bei dem To de befindet, und kann auf die fernern Rechte keinen An⸗ ſpruch machen, als in ſo fern ſie eine nothwendige Folge deſſen ſind, was vor dem Tode des Genoſſen geſchehen iſt, den er beerbt.

1869. Nur ſolche Geſellſchaften, deren Dauer unbe⸗ ſchränkt iſt, koͤnnen durch den Willen eines der Theile aufgeloͤſt werden. Die Aufloͤſung wird in dieſem Falle durch eine ſaͤmmtlichen Geſellſchaftsgliedern gehoͤrig bekannt gemachte Aufkuͤndigung bewirkt; letztere muß aber redlich ſeyn, und nicht zur Unzeit geſchehen

1870. Die Aufkuͤndigung iſt nicht redlich, wenn der Geſellſchaftsgenoſſe ſie in der Abſicht thut, ſich allein den Vortheil zuzueignen, den ſie ſaͤmmtlich gemeinſchaftlich zie⸗ hen wollten.

Sie geſchieht zur Unzeit, wenn die Sachen eine an dere Geſtalt und Wendung genommen haben, und der Ge⸗ ſellſchaft daran liegt, daß ſie noch nicht aufgeloͤſt werde.

1871. Bei Geſellſchaften auf beſtimmte Zeit, kann ein einzelnes Mitglied ihre Aufloͤſung vor der verabrede⸗ ten Zeit nur in dem Falle fordern, wo es gegruͤndete Ur⸗ ſachen dazu hat, wenn zum Beiſpiel ein anderes Mitglied

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