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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
Entstehung
Seite
395
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Neunter Titel. Von dem Geſellſchaftsvertrage».

Erſtes Capitcl. Allgemeine Verfuͤgungen.

Art. 1832. Die Geſellſchaft iſt ein Vertrag, wodurch zwei oder mehrere Perſonen ſich vereinigen, jeder von ſeiner Seite etwas gemeinſchaftlich zu machen, in der Abſicht, den Vortheil, der daraus entſtehen kann, zu theilen.

1833. Jede Geſellſchaft muß einen erlaubten Zweck haben, und zum gemeinſchaftlichen Nutzen der Theile ge⸗ ſchloſſen ſeyn.

Jeder Theilnehmer daran muß entweder ſein Geld, oder ſonſtiges Vermoͤgen, oder ſeine Betriebſamkeit dazu beiſchießen.

1834. Alle Geſellſchaftsvertraͤge muͤſſen ſchriftlich abgefaßt werden, ſo oft ihr Gegenſtand den Werth von hundert fuͤnfzig Franken uͤberſteigt.

Um etwas zu beweiſen, was gegen den Inhalt des Geſellſchaftsvertrags iſt, oder einen Zuſatz dazu enthaͤlt, oder was vor dem Vertrage, bei oder nach demſelben, ſoll geſagt worden ſeyn, ſind keine Zeugen zulaͤſſig, ſelbſt dann nicht, wenn es auf einen geringern Betrag oder Werth ankommt, als hundert fuͤnfzig Franken.

Zwvweites Eapitel.

Von den verſchiedenen Arten der Ge⸗ ſellſchaften.

Art. 1835. Die Geſellſchaften ſind entweder allge⸗ meine oder beſondere Geſellſchaften.

*) Geſetz vom 17. Ventoſe 12. Jahrs,(8. Maͤrz 1804). Pro⸗ mulgigirt den 27.(18. März 1804).