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1826. Bei geendigter Pacht ſteht es dem Pachter nicht frei, den Viehſtand zu behalten, und den Preis der urſpruͤnglichen Schaͤtzung zu entrichten; ſondern er muß nothwendig einen Viehſtand zuruͤcklaſſen, der eben ſo viel werth iſt, als derjenige, den er anfangs uͤbernommen hat.
Ergibt ſich ein Abgang: ſo muß er ihn bezahlen, und nur der Ueberſchuß gehoͤrt ihm.
§. II. Von der dem Halbbauer beſtellten Viehpacht.
Art. 1827. Kommt der Viehſtand ganz um, ohne Verſchulden des Halbbauers: ſo faͤllt der Schaden auf den Verpachter.
1828. Man kann bei dieſer Pacht ausbedingen, daß der Pachter dem Verpachter ſeinen Antheil an der Wolle zu einem geringern Preiſe uͤberlaſſen ſolle, als der gewoͤhnli⸗ che iſt;
daß der Verpachter einen ſtaͤrkern Antheil am Ge⸗
winn haben,
daß er die Haͤlfte der Milch haben ſolle. Die Ver⸗
abredung hingegen, daß der Halbbauer allen Ver⸗ luſt allein tragen ſoh, iſt nicht erlaubt.
1829. Dieſe Viehpacht hoͤrt zugleich mit der Guts⸗ pacht auf.
1830. Uebrigens iſt ſie allen Regeln der ſimpeln Viehpacht unterworfen.
Fuͤnfter Abſchnitt.
Von der uneigentlich alſo genannten Viehpacht.
Art. 1831. Wer jemanden eine oder mehrere Kuͤhe gibt, um ſie in ſeinen Stall aufzunehmen und zu naͤhren, be⸗ haͤlt das Eigenthum, und hat weiter keinen Nutzen davon, als die Kaͤlber.


