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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
Entstehung
Seite
396
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396 Erſter Abſchnitt. Von allgemeinen Geſellſchaften.

Art. 1836. Man unterſcheidet zwei Arten von all⸗ gemeinen Geſellſchaften, die Geſellſchaft alles gegenwaͤrti⸗ gen Vermoͤgens, und die allgemeine Geſellſchaft des Ge⸗ winnes.

1837. Unter Geſellſchaft alles gegenwaͤrti⸗ gen Vermoͤgens verſteht man jene Geſellſchaft, wo die Contrahenten beiderſeitig ihre ganze bewegliche und unbe⸗ wegliche Habe, die ſie gegenwaͤrtig beſitzen, und den dar⸗ aus zu hoffenden Gewinn, zuſammen tragen.

Es ſteht ihnen frei, auch noch jede andere Art von Gewinn darunter zu ſetzen. Die Guͤter hingegen, die ih⸗ nen etwa durch Erbfolge, Schenkung oder Vermaͤchtniß anfallen, gehoͤren zu dieſer Geſellſchaft nur in Anſehung der Nutzung; Verabredungen, deren Zweck es waͤre, ſolche Guͤter auch dem Eigenthume nach in die Geſellſchaft zu bringen, ſind verboten, ausgenommen unter Eheleuten, die ſich in dieſer Hinſicht nach den geſetzlichen Vorſchriften zu fuͤgen haben.

1838. Unter der allgemeinen Geſellſchaft des Gewinnes iſt alles begriffen, was die Theile waͤhrend der Geſellſchaft durch ihre Betriebſamkeit erwerben wer⸗ den, es geſchehe dies unter welchem Titel es wolle. Auch ſind darunter alle beweglichen Guͤter begriffen, die jeder Geſellſchafter beim Anfang derſelben beſitzt. Von ihren unbeweglichen perſoͤnlichen Guͤtern gehoͤrt aber nur die Rutzung darunter.

1839. Hat man bloß eine allgemeine Geſellſchaft verabredet, ohne die Art derſelben weiter zu erklaͤren: ſo iſt ſie nur als eine allgemeine Geſellſchaft des Gewinnes

anzuſehen.

1840. Allgemeine Geſellſchaften von jeder Art koͤn⸗ nen nur geſchloſſen werden von Perſonen, die die gegen⸗ ſeitige Faͤhigkeit haben, einander zu geben, oder von ein⸗ ander anzunehmen, und denen nicht verboten iſt, ſich zum Nachtheil anderer Perſonen zu beguͤnſtigen. b