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kann der Verpachter daruͤber ohne Bewilligung des Pach⸗ ters verfuͤgen.
1813. In dem Falle, wo ein Viehſtand dem Pach⸗ ter eines Andern in Pacht gegeben wird, muß die Pacht dem Eigenthuͤmer, wovon er gepachtet hat, gehoͤrig kund gemacht werden. Geſchieht dies nicht: ſo kann der Eigen⸗ thuͤmer einen ſolchen Viehſtand angreifen und verkaufen laſſen, um ſich daraus fuͤr das bezahlt zu machen, was ihm ſein Pachter ſchuldig iſt.
1814. Der Pachter eines Viehſtandes kann nicht ſcheeren, ohne es dem Verpachter angezeigt zu haben.
1815. Iſt in dem Vertrage nichts uͤber die Dauer der Viehpacht ausgemacht: ſo iſt ſie als auf drei Jahre geſchloſſen anzuſehen.
1816. Es ſteht aber dem Verpachter frei, die Auf⸗ hebung derſelben fruͤher zu fordern, wenn der Pachter ſei⸗ ne Verbindlichkeiten nicht erfuͤllt.
1817. Bei Beendigung der Pacht, oder bei ihrer Aufloͤſung wird der Viehſtand aufs neue geſchaͤtzt.
Der Verpachter kann Stuͤcke jeder Art bis zum Be⸗ trag der beim Antritt gemachten Schaͤtzung vorabnehmen; der Ueberſchuß wird getheilt.
Sind nicht ſo viel Stuͤcke vorhanden, als ihrer nach der erſten Schaͤtzung ſeyn muͤſſen: ſo nimmt der Verpach⸗ ter was uͤbrig iſt, und beide Theile berechnen ſich uͤber den Verluſt,
Dritter Abſchnitt⸗ Bon der Viehpacht zur Haͤlfte.
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Art. 1818. Viehpacht zur Haͤlfte iſt eine Geſellſchaft, worin jeder contrahirende Theil die Haͤlfte des Viehes hergibt, das alsdann in Hinſicht auf Verluſt und Gewinn gemeinſchaftlich bleibt.
1819. Wie bei der ſimpeln Viehpacht, ſo kommen auch hier Milch, Duͤnger und Dienſte dem Annehmer oder Pachter allein zu Gute.
Der Verpachter iſt zu weiter nichts berechtigt, als zur Haͤlfte der Wolle und des Anzuges.


