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an den Glaͤſern oder Glasſcheiben, wenn ſie nicht vom Hagel zerſchlagen, oder ſonſt durch unge⸗ woͤhnliche Zufaͤlle und hoͤhere Gewalt zerbrochen werden, wofuͤr der Miether nicht zu haften braucht;
an Thuͤren, Fenſtern, Scheide⸗ oder Verſchlagsdielen der Kramlaͤden, Thuͤrangeln, Schiebriegeln und Schloͤſſern.
1755. Keine dergleichen Reparaturen, obſchon ſie uͤbrigens zu den Miethreparaturen gehoͤren, hat indeſſen der Miether zu tragen, wenn ſie bloß durch Alter oder hoͤhere Gewalt noͤthig werden.
1756. Die Ausreinigungskoſten der Brunnen und heimlichen Gemaͤcher hat der Vermiether allein zu tragen, wenn nicht eine Verabredung fuͤr's Gegentheil vorhanden iſt.
1757. Was die Miethe von Moͤbeln betrifft, die je⸗ mand hergibt, um damit ein ganzes Haus, ein ganzes Hauptgebaͤude, einen Kramladen oder auch ſonſtige Zim— mer und Gemaͤcher damit auszuſtafftren: ſo wird vermu— thet, daß ſie fuͤr die gewoͤhnliche Zeit eingegangen ſey, waͤhrend welcher nach dem Ortsgebrauche die Miethe von Haͤuſern, Hauptgebaͤuden, Buden und ſonſtigen Gemaͤchern beſtehen muß.
1758. Die Miethe eines moͤblirten Zimmers iſt der rechtlichen Vermuthung nach als auf ein Jahr geſchloſſen anzuſehen, wenn es im Contrakt heißt: ſo viel fuͤr's Jahr;
ſie iſt als auf Monate geſchloſſen anzuſehen, wenn es darin heißt: ſo viel fuͤr den Monat;
und auf Tage, wenn es heißt: ſo viel fuͤr den Tag.
Iſt aber nichts vorhanden, woraus ſich abnehmen ließe, daß die Miethe zu ſo viel fuͤr's Jahr, fuͤr den Mo⸗ nat oder Tag gemacht worden: ſo wird, um ihre Dauer zu beſtimmen, auf den Ortsgebrauch Ruͤckſicht genommen.
1759. Bleibt der Miether eines Hauſes oder Zim⸗ mers, nach Ablauf der in einem ſchriftlichen Miethcontrak⸗ te beſtimmten Zeit, im Genuſſe, ohne Widerſpruch von Seiten des Vermiethers: ſo wird angenommen, daß er unter den naͤmlichen Bedingungen, und fuͤr die durch den Ortsgebrauch beſtimmte Zeit, darin bleibe; und er kann in einem ſolchen Falle weder ſelbſt abgehen, noch ausge⸗


