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In Anſehung der Frau iſt jene Einbringung hinlaͤng⸗ lich durch die Quittung bewieſen, die der Mann ihr, oder denjenigen gibt, die ſie ausgeſtattet haben.
1503. Wenn das bewegliche Vermoͤgen, das ein Ehegenoſſe bei Schließung der Ehe eingebracht, oder das ihm nachher zugefallen iſt, mehr betraͤgt, als das, was er
in die Gemeinſchaft legen wollte: ſo hat er bei Aufloͤſung,
der Gemeinſchaft das Recht, dieſen Werth wieder und vorab zu nehmen.
1504. Alles bewegliche Vermoͤgen, das jedem von den Eheleuten waͤhrend der Ehe zufaͤllt, muß durch ein Inventa⸗ rium oder Verzeichniß beurkundet werden.
Hat der Mann uͤber das bewegliche Vermoͤgen, das
ihm zugefallen iſt, kein Inventarium gemacht, oder iſt kei⸗ ne Urkunde vorhanden, wodurch der Werth und Beſtand deſſelben nach Abzug der Schulden bewieſen wird: ſo hat er in Ruͤckſicht deſſelben kein Wiedernahmsrecht.
Iſt hingegen von beweglichem der Frau zugefallenem Vermoͤgen die Rede, woruͤber kein Inventarium gemacht worden: ſo kann ſie den Werth deſſelben durch Urkunden, durch Zeugen, und ſelbſt durch den gemeinen Ruf erwei⸗ ſen. Das naͤmliche Recht haben ihre Erben.
Dritter Abſchnit t. Von der Clauſel der Beweglichmachung.
Art. 1505. Wenn die CEheleute, oder einer von ih⸗ nen, ihr ganzes gegenwaͤrtiges und zukuͤnftiges unbeweg⸗ liches Vermoͤgen in die Guͤtergemeinſchaft ſchlagen: ſo nennt man eine ſolche Verabredung Beweglichma⸗ chung*).
1506. Die Beweglichmachung kann entweder beſtimmt oder unbeſtimmt ſeyn.
Sie iſt beſtimmt, wenn der Ehegenoſſe erklaͤrt hat, daß er ein gewiſſes Grundſtuͤck ganz oder bis zum Betrag einer gewiſſen Summe beweglich mache oder unter die Gemeinſchaft ſchlage.
Sie iſt unbeſtimmt, wenn der Ehegenoſſe bloß erklaͤrt hat, daß er ſein unbewegliches Vermoͤgen bis zum Betrag einer gewiſſen Summe zur Gemeinſchaft bringe.
*) Ameublissement.


