So oft einer von den Mittheilenden an den Schul⸗ den der Gemeinſchaft mehr bezahlt hat, als der Theil war, den er darin zu tragen hatte, ſo oft hat er gegen den andern ein Erholungsrecht..
1491. Alles, was hieroben in Anſehung des Man⸗ nes oder der Frau iſt geſagt worden, iſt ebenfalls auf die Erben des einen ſo wie des andern anwendbar; und dieſe Erben uͤben die naͤmlichen Rechte aus, und ſind den naͤmlichen Klagen unterworfen, wie der Ehegenoſſe, an deſſen Stelle ſie treten.
Sech ſter Abſchnitt. Von Verzichtleiſtung auf die Gemeinſchaft und ihren Wirkungen..
Art. 1492. Leiſtet die Frau Verzicht auf die Ge⸗ meinſchaft, ſo verliert ſie alle Rechte auf dieſelbe, und ſelbſt auf das bewegliche Vermoͤgen, das ſich darin befindet, und von ihr hergekommen iſt.
Sie kann nichts daraus nehmen, als Leinwand und ſonſtiges Geraͤthe fuͤr ihren Gebrauch. 1493. Die Frau, wenn ſie verzichtet, hat das Recht wiederzunehmen: iſtens, die unbeweglichen Guͤter, die ihr gehoͤren, wenn ſie noch in Natur vorhanden ſind, oder das unbewegliche Gut, das an ihre Stelle und in Ge⸗ folg der Wiederanlegung iſt angeſchafft worden,
2tens, den Preis ihrer veraͤußerten unbeweglichen Guͤter, wovon die Wiederanlegung nicht geſchehen und angenommen worden iſt, wie hieroben geſagt worden,.
3tens, alle Entſchaͤdigungen, die ſie an die Gemein⸗ ſchaft zu fordern hat.
1494. Wenn die Frau auf die Gemeinſchaft Verzicht leiſtet: ſo braucht ſie zu den Schulden derſelben nicht bei⸗ zutragen, ſowohl in Ruͤckſicht gegen den Mann als in Ruͤck⸗ ſicht gegen die Glaͤubiger. Letztern haftet ſie jedoch in zwei Faͤllen: wenn ſie ſich naͤmlich mit ihrem Manne zugleich verbunden hat, und, wenn die Schuld, die eine Schuld der Gemeinſchaft geworden iſt, urſpruͤnglich von ihr ſelbſt
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