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1483. Die Frau haftet, ſowohl gegen den Mann, als gegen die Glaͤubiger, fuͤr die Schulden der Gemein⸗ ſchaft nur ſo weit, als der Vortheil reicht, den ſie daraus gezogen hat. Nur muß ſie ein getreues aufrichtiges In⸗ ventarium angefertigt haben, und ſich ſowohl uͤber den Inhalt des Inventariums, als uber das, was ihr in der Theilung zugefallen iſt berechnen.
1484. Der Mann haftet fuͤr die geſammte Schul⸗ denmaſſe der Gemeinſchaft, die er gemacht hat; jedoch bleibt ihm ſein Ruͤckanſpruch gegen die Frau oder ihre Er⸗ ben fuͤr die Haͤlfte derſelben.
1485. Er haftet nur fuͤr die Haͤlfte der perſoͤnlichen Schulden ſeiner Frau, die der Gemeinſchaft zur Laſt ge⸗ fallen waren.
1486. Die Frau kann fuͤr die geſammte Schulden⸗ laſt verfolgt werden, die von ihr herruͤhrt und in die Gemeinſchaft gefallen war; fuͤr die Haͤlfte derſelben kann ſie ſich aber wieder gegen ihren Mann oder ſeine Erben erholen.—
1487. Obſchon ſich die Frau fuͤr eine Schuld der Gemeinſchaft perſoͤnlich verbindlich gemacht hat, ſo kann ſie doch nur fuͤr die Haͤlfte derſelben verfolgt werden; aus⸗ genommen, wenn die Verbindlichkeit ungetheilt oder ſoli⸗ dariſch iſt.
1488. Hat die Frau an einer Schuld der Gemein⸗ ſchaft mehr als die Haͤlfte bezahlt: ſo kann ſie von dem Glaͤubiger das Ueberbezahlte nicht zuruͤckfordern, wenn die Quittung nicht ausdruͤcklich meldet, daß das Bezahlte ihre Haͤlfte iſt.
1489. Wenn gegen das unbewegliche Gut, das einem von beiden Eheleuten in der Theilung zugefallen iſt, ein Pfandrecht ausgeuͤbt, und er mithin fuͤr das Ganze einer gemeinſchaftlichen Schuld verfolgt wird: ſo hat er von Rechtswegen fuͤr die Haͤlfte einer ſolchen Schuld ſeinen Ruͤckanſpruch gegen den andern Ehegenoſſen oder deſſen Erben.
1490. Ungeachtet der vorhergehenden Verfuͤgungen kann bei der Theilung ausgemacht werden, daß einer oder der andere von den Mittheilenden einen gewiſſen Betrag der Schulden, der von der Haͤlfte verſchieden iſt, bezah⸗ len, oder ſelbſt, daß er ſie ganz bezahlen ſolle.


