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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
Entstehung
Seite
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Verſteigerung des unbeweglichen Vermoͤgens, wenn ſie noͤ⸗ thig iſt, die Wirkungen der Theilung, die daraus entſte⸗ hende Verbuͤrgung, und den Mehrwerth auf einer Seite, nach den Regeln zu richten, die unter dem Titel von der Erbfolge fuͤr Theilungen unter Miterben feſtgeſetzt ſind.

1477. Ein Ehegenoſſe, der einige Effekten der Ge⸗ meinſchaft verbracht oder verhehlt hat, verliert ſeinen An⸗ theil an dieſen Effekten.

1478. Wenn nach vollendeter Theilung ein Ehege⸗ noſſe perſoͤnlicher Schuldner des andern Ehegenoſſen iſt, wie wenn der Preis ſeines Gutes zur Tilgung einer per⸗ ſoͤnlichen Schuld des andern Ehegenoſſen iſt verwendet worden, oder aus jeder andern Arſache: ſo macht er ſeine Foderung geltend gegen den Theil der Letzterm an der Gemeinſchaft angefallen iſt, oder gegen die perſoͤnlichen Guͤter deſſelben.

1479. Perſoͤnliche Foderungen, welche einem Ehege⸗ noſſen gegen den andern zuſtehen, thun keine Zinſen, als vom Tage der gerichtlichen Einklage.

1480. Schenkungen eines Ehegenoſſen zu Gunſten des andern werden nur vollgogen in dem Antheil des Ge⸗ ſchenkgebers an der Gemeinſchaft, und in deſſen perſoͤn⸗ lichen Guͤtern.

1481. Die Trauer der Frau faͤllt den Erben des verſtorbenen Mannes zur Laſt..

Ihr Werth wird nach dem Vermoͤgen des Mannes beſtimmt.

Sie gebuͤhrt der Trun ſelbſt in dem Falle, wo ſie auf die Gemeinſchaft verzichtet hat.

§. II.

Von Schulden und Laſten der Gemeinſchaft, und dem beiderſeitigen Beitrag zu denſelben.

1482. Beide Eheleute, oder ihre Erben, vertreten die Schulden der Gemeinſchaft zur Haͤlfte. Zu ſolchen Schulden gehoͤren die Koſten der Verſiegelung, der Inven⸗ tur, des Verkaufs der beweglichen Effekten, der Ausein⸗ anderſetzung, der Verſteigerung und der Theilung.

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