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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
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Tode der Wittwe angerechnet, und von vierzig Tagen, um zu berathſchlagen, nach Schließung des Inventariums.

Stirbt die Wittwe, nachdem ſie das Inventarium bereits vollendet hat: ſo haben ihre Erben, um zu be⸗ rathſchlagen, eine neue Friſt von vierzig Tagen, welche von ihrem Tode anfaͤngt.

Ueberdles koͤnnen ſie auf die Guͤtergemeinſchaft Ver⸗ zicht leiſten, nach den hieroben vorgeſchriebenen Formen, und die Art. 1458 und 1459 ſind auf ſie anwendbar.

1462. Die Verfuͤgungen der Art. 1456. u. f. ſind anwendbar auf Frauen von Menſchen, die buͤrgerlich todt ſind, von dem Augenblick an gerechnet, wo der bürgerli⸗ che Tod angefangen hat.

1463. Im Falle der Eheſcheidung oder der Schei⸗ dung von Bett und Tiſche, muß die Frau in den drei Monaten und vierzig Tagen nach dem endlichen Spruche, der eine oder die andere zulaͤßt, die Guͤtergemeinſchaft an⸗ nehmen; und hat ſie dieſelbe in jener Zeit nicht angenom men, ſo wird ſie angeſehen, als habe ſie Verzicht darauf geleiſtet, es ſey denn, daß ſie im Laufe der Friſt eine Ver⸗ längerung bei Gericht erlangt habe, und zwar wieder in Beiſeyn ihres Mannes, oder nachdem er dazu gehoͤrig vorbeſchieden worden.

1464. Glaͤubiger der Frau, wenn ſie finden, daß ſie oder ihre Erben zum Nachtheil ihrer Rechte Verzicht lei⸗ ſten, koͤnnen die Verzichtleiſtung anfechten, und die Ge⸗ meinſchaft fuͤr ſich ſelbſt annehmen.

1465. Waͤhrend der drei Monate und vierzig Tage, welche der Frau geſtattet ſind, um ein Inventarium zu machen und zu uͤberlegen, hat ſie das Recht, von dem vorhandenen Vorrath fuͤr ſich und ihre Hausbedienung die Nahrung zu nehmen, und falls kein ſolcher Vorrath da iſt, fuͤr Rechnung der gemeinſchaftlichen Maſſe zu dieſem Be⸗ hufe zu borgen, mit dem Beding, daß ſie dabei die Gren⸗ zen der Maͤßigkeit nicht uͤberſchreite; und dieſes Recht hat ſie, ohne Unterſchied, ob ſie die Gemeinſchaft annimmt, oder darauf verzichtet.

Sie iſt keine Miethe dafuͤr ſchuldig, daß ſie etwa waͤhrend jener Friſten in einem der Gemeinſchaft oder den Erben des Mannes zugehoͤrigen Hauſe gewohnt hat; und