ſem Zwiſchenraume vorgenommen hat, und wozu ſie der Art. 1449 berechtigte.
Die Bedingungen, worunter die Guͤtergemeinſchaft wieder hergeſtellt wird, muͤſſen die naͤmlichen ſeyn, wie diejenigen, die ſie vorher regulirten. Waͤren ſie davon verſchieden, ſo iſt die Verabredung nichtig.
1452. Die Gemeinſchaft mag aufhoͤren durch Ehe⸗ ſcheidung, durch Scheidung von Bett und Tiſche, oder durch Guͤtertrennung allein, ſie macht die Rechte nicht faͤl⸗ lig, welche die Frau in dem Falle hat, wo ſie den Mann uͤberlebt; aber ſie behaͤlt die Befugniß, dieſelben geltend zu-machen bei dem natuͤrlichen oder buͤrgerlichen Tode ih⸗ res Mannes.
Vierter Abſchnitt.
Von der Annahme der Guͤtergemeinſchaft, der Verzicht⸗ leiſtung darauf, mit den dahin einſchlaͤgigen Be⸗ dingungen.
Art. 1453. Nach aufgeloͤſter Guͤtergemeinſchaft hat die Frau, oder ihre Erben und die, welche ihr Recht ha⸗ ben, das Recht, ſie anzunehmen oder Verzicht darauf zu leiſten; jede Verabredung, die das Gegentheil verfuͤgt, iſt nichtig.
1454. Es ſteht der Frau nicht mehr frei, auf die Gemeinſchaft Verzicht zu leiſten, wenn ſie ſich in die Guͤ⸗ ter derſelben gemiſcht hat.
Handlungen, welche die bloße Verwaltung oder Er⸗ haltung bezwecken, beweiſen keine Einmiſchung.
1455. Hat einmal die Frau die Eigenſchaft einer Theilhaberinn an der Gemeinſchaft in einem Akte ange⸗ nommen: ſo kann ſie nicht mehr darauf verzichten, noch ſich gegen dieſe ihre Eigenſchaft in den vorigen Stand ſetzen laſſen, ſelbſt dann nicht, wenn ſie ſie vor Errichtung des Inventariums angenommen haͤtte. Hiebei wird jedoch vorausgeſetzt, daß die Frau großjaͤhrig, und von Seiten der Erben des Mannes kein Betrug untergelaufen ſey.
1456. Um die Befugniß zu behalten, Verzicht auf die Guͤtergemeinſchaft zu leiſten, muß die Frau in den erſten drei Monaten nach dem Tode ihres Mannes ein getreues und ge⸗ naues Verzeichniß oder Inventarium aller Guͤter der Ge⸗


