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angenommen hat, ſo koͤnnen die Erbſchaftsglaͤubiger ihre For⸗ derungen geltend machen gegen alle perſoͤnlichen Guͤter der Frau. Hat aber der Mann ſeine Einwilligung verweigert, und die Frau die Erbſchaft angenommen bloß auf gerichtliche Ermaͤchtigung, ſo koͤnnen die Glaͤubiger, falls die unbeweg⸗ lichen Guͤter der Erbſchaft unzulaͤnglich ſind, ihre Rechte ge⸗ gen nichts Anderes, als gegen das bloße Eigenthum der uͤbri⸗ gen perſoͤnlichen Guͤter der Frau geltend machen.
1414. Wenn die Erbſchaft, die einem von beiden Ehe⸗ leuten angefallen iſt, theils in beweglichen und theils in un⸗ beweglichen Guͤtern beſteht, ſo fallen die Schulden, womit ſie beſchwert iſt, der Gemeinſchaft nur ſo weit zur Laſt, als der Antheil reicht, den der bewegliche Nachlaß daran zu tragen hat, wobei auf den Werth dieſes beweglichen Nachlaſſes in Vergleich mit dem Werthe des unbeweglichen Ruͤckſicht ge⸗ nommen wird.
Worin nun jener Antheil beſtehe, wird durch das In⸗ ventarium ausgemittelt. Fuͤr die Aufnahme dieſes letztern hat der Mann fuͤr ſich ſelbſt zu ſorgen, wenn die Erbſchaft ihn perſoͤnlich angeht; er hat dafuͤr zu ſorgen als Leiter und Er⸗ maͤchtiger der Handlungen ſeiner Frau, wenn es auf eine Erbſchaft ankommt, die ihr zugefallen iſt.
1415. In Ermangelung eines Inventariums, und in allen Faͤllen, wo dieſer Abgang die Frau benachtheiligt, kann ſie, oder ihre Erben, bei Aufloͤſung der Gemeinſchaft ihre recht⸗ lichen Verguͤtungen nachſuchen, und zu dem Ende beweiſen, worin das nicht inventariſirte Vermoͤgen beſtand, und welchen Werth es hatte. Sie koͤnnen dieſen Beweis liefern durch Ti⸗ tel, Hauspapiere, und im Nothfalle ſogar durch den gemei⸗ nen Ruf.
Der Mann kann zu dieſem Beweiſe nie zugelaſſen werden.
1416. Ungeachtet der Verfuͤgungen des Art. 1414, koͤn⸗ nen die Glaͤubiger einer Erbſchaft, die theils beweglich, theils unbeweglich iſt, ihre Forderungen dennoch gegen die Guͤter der Gemeinſchaft geltend machen, die Erbſchaft mag nun dem Manne oder der Frau zugefallen, und in letzterm Falle mit Bewilligung des Mannes von ihr angenommen ſein; alles mit Vorbehalt der gegeuſeitigen Verguͤtungen.


