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2teus. Abſchriften, welche gemacht ſind ohne obrigkeit⸗
lichen Befehl, oder ohne Bewilligung der Partieen,
und nach Ablieferung der erſten Ausfertigungen,
und zwar auf die Urſchrift der Urkunde von dem
Notar, der ſie aufgenommen hat, oder von einem
ſeiner Nachfolger im Amte, oder von oͤffentlichen
Beamten, welche in dieſer ihrer Eigenſchaft die Ur⸗
ſchriften in Verwahr haben, koͤnnen, falls das Ori⸗
ginal verloren gegangen, beweiſen, wenn ſie alt ſind.
Sie werden als alt betrachtet, wenn ſie mehr als dreißig
Jahre haben. 5
Sind ſie weniger als dreißig Jahre alt, ſo koͤnnen ſie hoͤchſtens den Anfang eines ſchriftlichen Beweiſes liefern.
3tens. Wenn die nach dem Original gemachten Ab⸗ ſchriften nicht gemacht ſind von dem Notar, der es angefertigt, oder von einem ſeiner Nachfolger im Amte, oder von irgend einer oͤffentlichen Perſon, die in dieſer ihrer Eigenſchaft die Originalurkunden in Verwahrung haben: ſo koͤnnen ſie nur als Anfang eines ſchriftlichen Beweiſes dienen, ſie moͤgen ſo alt ſein, wie ſie wollen. 4tens. Abſchriften von Abſchriften koͤnnen, je nachdem die Umſtaͤnde ſind, als ſimple Aufklaͤrungsmittel an⸗ geſehen werden. 3 1336. Der Umſtand, daß eine Urkunde in die oͤffent⸗ lichen Regiſter eingetragen iſt, kann bloß zum Anfange eines ſchriftlichen Beweiſes dienen. Aber ſelbſt hierzu wird erfordert: ſtens, daß es kundig ſei, daß alle Originalien des No⸗ tars von dem Jahre, worin die Urkunde gemacht zu ſein ſcheint, verloren gegangen ſind, oder daß man beweiſe, das Original einer ſolchen Urkunde ſei ver⸗ loren gegangen durch einen beſondern Zufall; 2tens, daß ein von dem Notar gefuͤhrtes regelmaͤßiges Verzeichniß(Repertorium) vorhanden ſei, woraus ſich beweiſet, daß die Urkunde unter dem naͤmlichen Datum angefertigt worden. Treffen dieſe beiden Umſtaͤnde zuſammen, und wird daher der Beweis durch Zeugen zugelaſſen, ſo muͤſſen die Perſonen,


