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Sie muͤßen Rechenſchaft uͤber ihre Verwaltung able⸗ gen, ſobald das Jahr nach dem Tode des Teſtators ver⸗ floſſen iſt.
1032. Der Auftrag, den ein Teſtamentsexekutor be⸗ kommen hat, und die daraus folgende Gewalt, gehen nicht auf ſeine Erben uͤber.
1033. Wenn mehrere Teſtamentsexekutoren vorhan⸗ den ſind, welche ihren Auftrag angenommen haben: ſo kann ein einziger von ihnen in Ermangelung der uͤbrigen handeln, und ſie ſind ungetheilt verantwortlich fuͤr das ihnen anvertraute bewegliche Vermoͤgen, es ſey denn, daß der Erblaſſer jedem ſeine beſondern Verrichtungen ange⸗ wieſen, und jeder von ihnen ſich auf den ihm angewieſe⸗ nen Geſchaͤftskreis eingeſchraͤnkt habe.
1034. Was die Koſten betrifft, welche der Teſtaments⸗ exekutor fuͤr Anlegung der Siegel, fuͤr die Inventur, die Rechnungsablage verwendet, ſo wie alle ſonſtige in Hin⸗ ſicht ſeiner Verrichtungen gemachten Auslagen: ſo fallen ſie der Verlaſſenſchaft zur Laſt.
Achter Abſchnitl.
Von Widerrufung der Teſtamente und den Urſachen, wodurch ſie zerfallen.
Art. 1035. Teſtamente koͤnnen, ganz oder zum Theil, widerrufen werden, aber nur auf zweierlei Art, naͤmlich, durch ein nachheriges Teſtament, oder durch eine von ei⸗ nem Notar aufgenommene Erklaͤrung, welche die Willens⸗ aͤnderung enthaͤlt.
1036. Spaͤtere Teſtamente, welche ein fruͤheres Te⸗ ſtament nicht ganz ausdruͤcklich widerrufen, ſtoßen dieſes fruͤhere Teſtament nicht ganz um; ſondern ſie ſtoßen darin nur ſolche Verfuͤgungen um, welche mit den ſpaͤtern Ver⸗ fuͤgungen unyereinbar ſind, oder ihnen widerſprechen.
1037. Eine in einem nachherigen Teſtamente geſchehe⸗ ne Widerrufung hat ihre voöͤllige Wirkung, obſchon eine ſolche neue Verfuͤgung uͤbrigens dadurch unvollzogen bleibt, daß der eingeſetzte Erbe oder Legatar unfaͤhig iſt, oder die Erbſchaft anzunehmen verweigert.


