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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
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Zinſen davon in Anſpruch nehmen, als von dem Tage an⸗ gerechnet, wo er die Auslieferung, gemaͤß der im Art. 1011 vorgeſchriebenen Ordnung, verlangt hat, oder auch von dem Tage an gerechnet, wo ihm jene Auslieferung freiwillig zugeſtanden worden.

1015. Die Zinſen oder Fruͤchte der vermachten Sache laufen hingegen zum Vortheil des Legatars, ſchon vom Tage des Todes an, und ungeachtet er ſein Geſuch nicht vor Gericht gebracht, in folgenden Faͤllen:

1) wenn der Teſtator desfalls ſeinen Willen aus, druͤcklich im Teſtament erklaͤrt hat;

2) wenn eine Leibrente oder Penſtion unter dem Na⸗ men eines Nahrungsgehalts(der Alimente) ver⸗ macht worden.

1016. Die Koſten des Geſuchs um Auslieferung(der Vermaͤchtniſſe) fallen der Erbſchaft zur Laſt; jedoch darf dadurch der geſetzliche Vorbehalt nicht geſchmaͤlert werden.

Die Einregiſtrirungsgebühren muß der Legatar ent⸗ richten.

Alles dies aber nur in der Vorausſetzung, daß der Teſtator nicht anders verordnet habe.

Jedes Vermaͤchtniß kann beſonders einregiſtrirt wer⸗ den. Eine ſolche Einregiſtrixung kann aber nur dem Le⸗ gatar nuͤtzen, ſo wie denen, die in ſein Recht treten, und nie einem andern.

1017. Die Erben des Teſtators oder ſonſt jeder, der ein Vermaͤchtniß ſchuldig iſt, ſind perſoͤnlich gehalten, daſ⸗ ſelbe zu entrichten, jeder nach Verhaͤltniß deſſen, was er aus dem Nachlaſſe zieht.

Sie haften hypothekariſch fuͤr's Ganze, bis zum Be⸗ trag des Werthes der unbeweglichen Guͤter, welche ſich in der Erbſchaft befinden, und in deren Beſitz ſie ſind.

1018. Die vermachte Sache wird ausgeliefert mit dem, was nothwendig dazu gehoͤrt, und in dem Zuſtande, wor⸗ in ſie ſich am Tage, wo der Teſtator ſtirbt, befindet. 1

1019. Wenn jemand das Eigenthum eines unbeweg⸗ lichen Gutes vermacht, und es nachher mit neuem Erwerb vermehrt hat: ſo wird ohne eine neue Verfuͤgung, nicht