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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
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iſt, falls nach Vorſchrift des vorhergehenden Artikels, die andere im Laufe der Reiſe irgendwo niedergelegt worden waͤ⸗ re. Der gedachte Vorgeſetzte laͤßt ſie an den Seeminiſter gelangen, und dieſer befiehlt die Hinterlegung derſelben nach Anleitung des naͤmlichen Artikels.

993. Auf dem Rande des Schiffsregiſters wird der Name des Teſtators, und der Umſtand, daß die Urſchrif⸗ ten des Teſtaments entweder bei einem Conſul, oder im Bureau eines Vorgeſetzten der Seeeinſchreibungen hinter⸗ legt worden ſind, bemerkt.

994. Ungeachtet ein Teſtament wirklich waͤhrend einer Seereiſe gemacht worden, wird es doch nicht als ein zur See gemachtes Teſtament betrachtet, wenn zur Zeit, wo es gemacht ward, das Schiff gelandet hatte, es ſey nun an fremdes Land oder an Land, das franzoͤſiſcher Herr⸗ ſchaft unterworfen iſt, und wo ſich ein franzöͤſſſcher oͤffent⸗ licher Beamter befindet: in einem ſolchen Falle iſt es nur in ſo weit guͤltig, als es nach den in Frankreich vorge⸗ ſchriebenen Formen, oder nach jenen Formen, die in dem Lande uͤblich ſind, worin es aufgeſetzt, verfertigt worden.

995. Obige Verfuͤgungen ſind auch auf die Teſtamen⸗ te der bloßen Reiſenden, die nicht zur Schiffsmannſchaft gehoͤren, anwendbar.

996. Teſtamente, die zur See und der im Art. 988 vorgeſchriebenen Form gemaͤß aufgeſetzt worden, ſind nur in ſo weit guͤltig, als der Teſtator auf der See oder in den erſten drei Monaten ſtirbt, nachdem er gelandet und an einen Ort gekommen iſt, wo er ſein Teſtament nach der gewoͤhnlichen Form von neuem machen konnte.

997. Solche Teſtamente duͤrfen keine Verfuͤgung zu Gunſten der Schiffsoffiziere enthalten, es ſey denn, daß ſie mit dem Teſtator verwandt waͤren.

998. Die in den obigen Artikeln des gegenwaͤrtigen Abſchnitts begriffenen Teſtamente muͤſſen von dem Teſtator ſelbſt, und von denjenigen unterzeichnet werden, die ſie auf⸗ genommen haben.

Erklaͤrt der Teſtator, daß er nicht ſchreiben koͤnne oder es nicht gelernt habe: ſo wird dieſe Erklärung ſowohl, als die Urſache, die ihn zu unterzeichnen hindert, bemerkt.

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