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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
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988. Teſtamente koͤnnen zur See, und im Laufe einer Seereiſe, aufgenommen werden, wie folgt:

Auf Kriegs⸗ und andern Schiffen des Staats, durch den Offizier, der das Schiff befehligt, oder in deſſen Er⸗ mangelung, durch den, der ihn in der Dienſtordnung ver⸗ tritt, durch einen oder den andern aber nur in Beiſeyn des Verwaltungsbeamten, oder desjenigen, der ſein Amt verſieht;.

und auf den Handelsſchiffen, durch den Schiffsſchrei⸗ ber oder den, der ſein Amt verſieht, durch einen oder den andern aber wieder nur in Vereinigung mit dem Capitain, Herrn oder Patron des Schiffes, oder, in deren Erman⸗ gelung, durch die, welche ſie vertreten.

In allen Faͤllen muͤſſen dergleichen Teſtamente in Ge⸗ genwart zweier Zeugen aufgenommen werden.

989. Will auf einem Staatsſchiffe der Capitain oder Verwaltungsbeamte ſelbſt, oder auf Handelsſchiffen der Capitain, Herr oder Patron, oder der Schreiber letztwil⸗ lig verfuͤgen: ſo kann das Teſtament derjenige aufnehmen, der in der Dienſtordnung auf ſie folgt; wobei er ſich aber uͤbrigens nach den Vorſchriften des vorhergehenden Arti⸗ kels zu richten hat.

990. In allen Faͤllen wird von den Teſtamenten, de⸗ ren die beiden vorhergehenden Artikel erwaͤhnen, eine dop⸗ pelte Urſchrift gefertigt.

991. Wenn das Schiff in einen auslaͤndiſchen Hafen einlaͤuft, worin ſich ein franzoͤſiſcher Conſul befindet: ſo ſind diejenigen, die das Teſtament anfgenommen haben, ge⸗ halten, eins von den Originalien verſchloſſen und verſiegelt bei dem Conſul niederzulegen. Letzterer läßt es ſodann an den Miniſter des Seeweſens gelangen, und dieſer ſorgt dafuͤr, daß es hinterlegt werde in der Gerichtsſchreiberei des Friedensgerichts an dem Orte, wo der Teſtator wohn⸗

haft iſt.

992. Sobald das Schiff nach Frankreich zuruͤckkommt, es laufe nun in den Ausruͤſtungshafen, oder in einen an⸗ dern Hafen ein: ſo erhaͤlt der Vorgeſetzte der Seeeinſchrei⸗ bungen die beiden Urſchriften des Teſtaments, ebenfalls ver⸗ ſchloſſen und verſiegelt, oder die eine Urſchrift, die noch uͤbrig