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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
Entstehung
Seite
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Iſt nur ein Notar gegenwaͤrtig: ſo wird das Teſta⸗ ment ebenfalls vom Teſtator dictirt, und von dieſem No⸗ tar geſchrieben.

In beiden Faͤllen muß dem Teſtator das geſchriebene vorgeleſen werden, in Gegenwart der Zeugen.

Von allem geſchieht ausdruͤckliche Erwaͤhnung.

973. Der Teſtator muß ein ſolches Teſtament unter⸗ zeichnen. Und wenn er erklaͤrt, daß er nicht unterzeich⸗ nen koͤnne oder es nicht gelernt habe: ſo wird deſſen, ſo wie des Umſtandes, der ihn zu unterzeichnen hindert, in dem Acte ausdruͤcklich erwaͤhnt.

974. Auch die Zeugen muͤſſen das Teſtament unter⸗ zeichnen. Jedoch iſt es auf dem Lande genug, daß einer von beiden Zeugen unterzeichne, im Falle das Teſtament von zwei Notaren aufgenommen wird, und, wenn es da⸗ ſelbſt von einem Notar aufgenommen wird, ſo iſt genug, daß zwei von den vier Zeugen unterzeichnen.

975. Bei einem oͤffentlichen oder feierlichen Teſtamen⸗ te koͤnnen die Legatare, unter welchem Namen ſie auch Le⸗ gatare ſeyn moͤgen, und ihre Blutsfreunde oder Verſchwaͤ⸗ gerte bis zum vierten Grade einſchließlich, nicht als Zeu⸗ gen auftreten; auch nicht die Schreiber des Notars, der daſſelbe aufnimmt.

976. Wer ein myſtiſches oder heimliches Teſtament machen will, muß ſeine Verfuͤgungen unterzeichnen, er mag ſie nun ſelbſt geſchrieben, oder durch einen andern haben ſchreiben laſſen. Das Papier, das dieſe Verfuͤgungen ent⸗ haͤlt, oder das Papier, welches zum Umſchlag dient, wenn es mit einem ſolchen verſehen iſt, muß verſchloſſen und verſiegelt ſeyn. Alſo verſchloſſen und verſiegelt uͤberreicht es der Teſtator dem Notar und ſechs Zeugen wenigſtens, oder er laͤßt es alſo verſchließen und verſtegeln in ihrer Gegenwart; und erklaͤrt dabei, daß, was in dieſem Pa pier enthalten, ſein letzter Wille, und von ihm geſchrieben und unterzeichnet, oder von einem andern geſchrieben und von ihm ſelbſt unterzeichnet ſey. Der Notar verfertigt alsdann die Ueberſchreibungsacte, welche auf jenes Papier, oder auf das Blatt, das zum Umſchlage dient, geſchrieben wird; und dieſe Unterſchreibungsacte wird unterzeichnet