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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
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zwar nach den Formen, welche weiter unten beſtimmt werden.

Zweites Capitel. Von der Erbfaͤhigkeit.

Art. 725. Um erben zu koͤnnen, wird erfodert, daß man in dem Augenblicke, wo die Erbſchaft eroͤffnet wird, das Daſeyn habe*).

Unfaͤhig zu erben ſind demnach 1ſtens, derjenige, der noch nicht empfangen iſt;

2tens, das Kind, das nicht lebensfaͤhig geboren wor⸗ worden**.

3tens, alle die buͤrgerlich todt ſind.

726. Gemaͤß den Verfuͤgungen des Art. 11 unter dem Titel vom Genuſſe und dem Verluſte der buͤr⸗ gerlichen Rechte, erbt der Auslaͤnder nicht immer das Vermoͤgen, welches ſeine Verwandten, ſie ſeyen nun Aus⸗ laͤnder oder Franzoſen, auf dem Gebiete des Reichs be⸗ ſitzen: ſondern er erbt es nur in jenen Faͤllen und auf jene Art, worin und wie auch ein Franzoſe ſeinen Ver⸗ wandten erbt, der in dem Lande eines ſolchen Auslaͤnders Vermoͤgen beſitzt.

727. Folgende Perſonen ſind unwuͤrdig zu erben, und als ſolche von der Erbfolge ausgeſchloſſen;

1ſtens, wer aus dem Grunde verurtheilt worden,

weil er den Verſtorbenen um's Leben gebracht, oder um's Leben zu bringen verſucht hat;

2tens, wer den Verſtorbenen eines Capitalverbrechens angeklagt, wenn ſeine Anklage fuͤr verlaͤumde⸗ riſch erklaͤrt worden;

Ztens, der großjaͤhrige Erbe, der, obgleich er die *) Dieſer Augenblick iſt, wie vorher ſchon geſagt worden, der Au⸗

genblick, worin der Erblaſſer eines natuͤrlichen oder buͤrgerli⸗ chen Todes ſtirbt.

**) S. die Anmerkung zum 314. Artikel im erſten Buche.