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auf fremdem Boden gefunden hat. Die zweite Haͤlfte ge⸗ hoͤrt in dieſem Falle dem Eigenthuͤmer des Bodens.
Unter Schatz verſteht man jede verborgene oder ver— grabene Sache, woran niemand ein Eigenthumsrecht dar⸗ thun kann, und die bloß zufaͤlligerweiſe entdeckt wird.
717. Wie es mit Sachen, die das Meer auswirft, von welcher Art ſie ſeyn moͤgen, mit Pflanzen und Kraͤutern, die auf dem Geſtade des Meeres wachſen, gehalten wer⸗ de, beſtimmen ebenfalls beſondere Geſetze.
Das naͤmliche gilt von verlornen Sachen, deren Ei⸗ genthuͤmer ſich nicht meldet.
Erſter Sitel*). Von der Erbfolge.
Erſtes Capitel.
Von Eroͤffnung der Erbfolge und dem Anfall der Verlaſſenſchaft an die Erben.
Art. 718. Die Erbfolge wird durch den natuͤrlichen Tod und durch den buͤrgerlichen Tod eroͤffnet.
719. In dem naͤmlichen Augenblicke, wo, gemaͤß den Verfuͤgungen des 2. Abſchnittes, Cap. 2 des Titels von dem Genuſſe und Verluſte der buͤrgerlichen Rechte, der buͤrgerliche Tod vorhanden iſt, wird auch durch dieſen Tod die Erbfolge eroͤffnet.
720. Es kann geſchehen, daß mehrere Menſchen, wovon einer den andern zu beerben berechtigt iſt, in der naͤmlichen Begebenheit umkommen, ohne daß es moͤglich ſey, zu wiſſen, wer zuerſt geſtorben. In einem ſolchen Falle nimmt man die Umſtaͤnde der Begebenheit zuſammen, und leitet daraus die Vermuthung her, wer den andern
*) Geſetz vom 29. Germinal 11. Jahrs(19. April 1803) Promulgirt den 9. Floreal 11.(29. April 1803)-


