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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
Entstehung
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705. Alle Grundgerechtigkeiten erloͤſchen ferner da⸗ durch, daß das berechtigte und das dienende Grundſtuͤck in eine und die naͤmliche Hand kommen.

706. Auch erloͤſchen ſie durch dreißigjaͤhrigen Nicht⸗ gebrauch.

707. Die dreißig Jahre fangen, nach der verſchie⸗ denen Beſchaffenheit der Grundgerechtigkeiten, entweder von dem Tage an zu laufen, wo man aufgehoͤrt hat, ſie zu brauchen, wenn die Rede von unterbrochenen Grund⸗ gerechtigkeiten iſt; oder von dem Tage an, wo man eine der Grundgerechtigkeit zuwiderlaufende Handlung vorge⸗ nommen hat, wenn von ununterbrochenen Grundgerechtig⸗ keiten die Rede iſt.

708. Die Art der Grundgerechtigkeit verjaͤhrt ſich ſo gut, wie die Grundgerechtigkeit ſelbſt, und auf die naͤm liche Weiſe.

709. Wenn das berechtigte Grundſtuͤck mehreren Ei⸗ genthuͤmern ungetheilt zugehoͤrt: ſo wird dadurch, daß ei⸗ ner die Gerechtigkeit braucht, die Verjaͤhrung in Ruͤckſicht auf alle gehindert.

710. Wenn unter den Miteigenthuͤmern einer iſt, gegen den die Verjaͤhrung nich laufen konnte, wie ein Min derjaͤhriger: ſo erhaͤlt dieſer die Rechte aller andern.