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oder auch an Groͤße, in ſo fern der Werth beider Sachen ungefaͤhr der naͤmliche iſt. 4
570. Wenn ein Kuͤnſtler oder ſonſt jemand aus ei⸗ ner Materie, die ihm nicht gehoͤrte, eine Sache andrer Art gebildet hat: ſo iſt der Eigenthuͤmer der Materie be⸗ rechtigt, die Sache, welche daraus iſt gebildet worden, gegen Erſtattung des Arbeitslohnes in Anſpruch zu neh⸗ men, die Materie mag nun ſo geeignet ſeyn, daß ſie ihre erſte Geſtalt wieder annehmen koͤnne oder nicht.
571. Im Falle jedoch der Arbeitslohn ſo wichtig waͤre, daß er den Werth der Materie weit uͤberſtiege, waͤre der Kunſtfleiß als der Haupttheil anzuſehen, und der Kuͤnſtler berechtigt, die gearbeitete Sache zu behalten, un⸗ ter dem Beding, daß er dem Eigenthuͤmer den Werth der Materie erſtattete..
572. Wenn jemand zum Theil eine Materie gebraucht hat, die ihm gehoͤrte, und zum Theil eine Materie, die ihm nicht gehoͤrte, um daraus eine Sache neuer Art zu bilden, ohne daß weder die eine noch die andere dieſer Materien gaͤnzlich zerſtoͤrt worden, jedoch ſo, daß ſie ſich nicht fuͤglich mehr trennen laſſen: ſo gehoͤrt die Sache den beiden Eigenthuͤmern gemeinſchaftlich, und zwar jedem nach Verhaͤltniß der Materie, die ihm gehoͤrte; demjenigen aber, der die neue Sache gebildet hat, noch dazu nach Verhaͤlt⸗ niß ſeines Arbeitslohnes.
573. Hat jemand eine neue Sache gebildet durch Miſchung mehrerer Materien, die verſchiedenen Eigenthuͤ⸗ mern gehoͤren, wovon aber keine als die Hauptmaterie betrachtet werden kann; ſo ſind folgende Regeln zu beob⸗ achten.
Laſſen ſich naͤmlich die Materien trennen: ſo kann der⸗ jenige, ohne deſſen Vorwiſſen ſie gemiſcht worden ſind, die Scheidung fodern. 3
Laſſen ſich aber die Materien nicht fuͤglich mehr tren⸗ nen: ſo erlangen ſie das gemeinſchaftliche Eigenthum der Sache, jeder nach Verhaͤltniß der Groͤße, der Beſchaffen⸗ heit und des Werthes der Materie, die ihm gehoͤrt.
574. Wenn die Materie eines von den Eigenthuͤ⸗ mern in Anſehung der Groͤße und des Preiſes weit be⸗


