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lichkeit erfodert, der Verhaftungsbefehl ſelbſt ausgenommen, worin jedoch die Beweggruͤnde nicht angefuͤhrt werden.
Der Vater iſt bloß gehalten, eine Erklaͤrung zu un⸗ terſchreiben, wodurch er ſich anheiſchig macht, alle Koſten zu bezahlen, und anſtaͤndige Nahrung zu verſchaffen.
379. Es bleibt dem Vater allezeit unbenommen, die Zeit der Einſperrung abzukuͤrzen, die er befohlen oder be⸗ gehrt hat. Vergeht ſich das Kind, nach ſeiner Entlaſſung aus dem Verhaft, aufs neue: ſo kann ſeine Einſperrung aufs neue verordnet werden, und zwar auf die Art, wie ſie in den vorhergehenden Artikeln vorgeſchrieben iſt.
380. Iſt der Vater in der zweiten Ehe, ſo kann er ein Kind aus der erſten Ehe, wenn es auch noch keine ſechzehn Jahre alt iſt, nicht einſperren laſſen, als in ſo weit er ſich nach der Vorſchrift des Art. 377 richtet.
381. Die uͤberlebende Mutter, die nicht wieder ver⸗ heirathet iſt, kann ein Kind nicht anders einſperren laſſen, als mit Zuziehung und Beiſtimmung der zwei naͤchſten vaͤterlichen Verwandten; auch kann ſie die Einſperrung nicht befehlen, ſondern bloß begehren nach Vorſchrift des Art. 377.
382. Auf dem naͤmlichen Wege und gemaͤß dem naͤmlichen Art. 377 kann auch die Einſperrung eines Kin⸗ des nur Statt haben, wenn es perſoͤnliches Vermoͤgen, oder wenn es ein eignes Gewerb hat. Sie kann in die⸗ ſen beiden Faͤllen nur auf die eben beſchriebene Art Statt haben, ſelbſt dann, wenn das Kind noch keine ſechzehn Jahre alt iſt.
Es ſteht dem eingeſperrten Kinde frei, eine Denkſchrift an den kaͤiſerlichen General⸗Prokurator bei dem Beru⸗ fungsgerichte gelangen zu laſſen. Dieſer laͤßt ſich von dem Staats⸗Prokurator bei dem Tribunal erſter Inſtanz die noͤthige Aufklaͤrung geben, und berichtet ſeiner Seits an den Praͤſidenten des Berufungsgerichts. Der letztere kann, nachdem er den Vater daruͤber benachrichtigt, und alle Erkundigungen eingezogen hat, den Befehl, den der Praͤ⸗ ſident des Gerichts erſter Inſtanz ertheilt hat, zuruͤck neh⸗ men oder einſchraͤnken.
383. Die Art. 376, 377, 378 und 379 ſind auf die Eltern von unehelichen Kindern, wenn ſie geſetzlich anerkannt ſind, anwendbar⸗
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