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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
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ihm geſchenkten Sachen, wie im vorhergehenden Artikel

geſagt worden; aber dieſes Erbrecht iſt bloß der Perſon des Annehmenden anklebig, und kann nicht auf ſeine Er⸗ Lei uͤbergehen, ſelbſt nicht auf ſeine Erben in abſteigender inie.

Zweiter Abſchnitt. Von den Formen der Annahme an Kindesſtatt.

Art. 353. Wenn eine Annahme an Kindesſtatt ge⸗ ſchehen ſoll: ſo verfuͤgen ſich beide Theile, ſowohl der An⸗ nehmende, als der Anzunehmende, vor den Friedensrichter im Wohnorte des Annehmenden, damit daſelbſt uͤber ihre beiderſeitigen Bewilligungen eine Urkunde aufgeſetzt werde.

354. In den zehn folgenden Tagen ſtellt der fleißig⸗ ſte Theil dem Staats⸗Prokurator bei dem Gericht erſter Inſtanz, unter deſſen Gerichtsbarkeit ſich der Wohnort des Annehmenden befindet, eine Ausfertigung der obigen Ur⸗ kunde zu, damit ſie dieſem Gerichte zur Beſtaͤtigung uͤber⸗ geben werde..

355. Das Gericht verſammelt ſich im Rathszimmer, und, nachdem es die gehoͤrigen Erkundigungen eingezogen hat, unterſucht es

iſtens, ob alle Bedingniſſe des Geſetzes erfuͤllt ſind;

2tens, ob die Perſon, die man an Kindesſtatt an⸗ nehmen will, in einem guten Rufe ſteht.

356. Nachdem das Gericht den Staats⸗Prokurator angehoͤrt hat, erlaͤßt es den Spruch, ohne irgend eine an⸗ dere Form des Verfahrens, in dieſen Ausdruͤcken: Die Annahme hat Statt, oder, die Annahme hat nicht Statt. Es fuͤhrt die Beweggruͤnde ſeines Spru⸗ ches nicht an.

357. In dem Mongt, der auf das Urtheil des Ge⸗ richtes erſter Inſtanz folgt, wird dies Urtheil, auf Betrei⸗ ben der fleißigſten Parthei, an das Berufungsgericht be⸗ foͤrdert, welches in den naͤmlichen Formen verfaͤhrt, wie das Gericht erſter Inſtanz, und ebenfalls ohne die Be⸗ weggruͤnde anzufuͤhren, ſeinen Spruch in dieſen Ausdruͤcken erlaͤßt: Das Urtheil iſt beſtaͤtigt, oder das Ur⸗