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Bürgerliches Gesetzbuch der Franzosen / Uebersetzt von P. F. Cremer, Regierungscommissaire bei dem Civilgerichte des Crevelder Bezirks
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2 als Tagereiſen von zehn Myriametern(1) die Stadt, wo die feierliche Ausrufung geſchehen iſt, von dem Hauptorte jedes Departements entfernt liegt(2).

2. Die Geſetze reguliren nur die Zukunft; ihre Wirkung erſtreckt ſich nicht auf die Vergangenheit.

3. Polizei⸗ und Sicherheitsgeſetze ſind ver⸗ bindlich fuͤr alle, die ſich auf dem Gebiet aufhalten.

Unbewegliche Guͤter ſind den Verfuͤgungen der franzoͤſiſchen Geſetze unterworfen, ſelbſt dann, wenn ein Auslaͤnder ſie beſitzt.

Geſetze, welche den Stand und die Faͤhigkeit der Perſonen betreffen, reguliren den Stand und die Faͤhigkeit des Franzoſen ſelbſt im Auslande.

4. Kein Richter darf ſich weigern zu richten, unter dem Vorwand, daß die Geſetze ſchwiegen, dunkel oder unzulaͤnglich waͤren. Thaͤte er es den⸗ noch, ſo ſoll er als ſchuldig des Verbrechens der Rechtsweigerung verfolgt werden koͤnnen.

5. Die Richter haben uͤber die ihnen zuge⸗ wieſenen Rechtsſachen zu ſprechen, aber nicht in allgemeinen geſetzaͤhnlichen Verfuͤgungen.

6. Durch Privatvertraͤge kann man die Ge⸗ ſetze nicht unkraͤftig machen, welche die oͤffentliche Ordnung und die guten Sitten betreffen.

(1) Zehn Myriameter ſind ungefehr ſo viel, als a0 Stunden. (2) Die feierliche Ausrufung geſchieht der Conſtitu⸗ tion gemaͤß den zehnten Tag nach dem Tage des Geſetzes: ſie iſt nach unſrer neuen Geſetzgebung etwas ganz anders als die Verkuͤndigung oder Publication, womit man ſie wohl verwechſelt.