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Die fünf französischen Gesetzbücher : in deutscher Sprache nach den besten Übersetzungen : Nebst den bezüglichen Gesetzen, Dekreten, Staatsrathsgutachten, Ministerialumschreiben, und allen seit 1814 in den Landen des linken Rheinufers und später in dem Rheinkreise ergangenen Gesetzen, Verordnungen und Instruktionen, wodurch die französische Gesetze aufgehoben, abgeändert und erläutert werden
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kertigt wird, worin der Notär be⸗ zeugt, daß die Geldſorten in ſei⸗ nem und der Zeugen Beiſeyn uͤber⸗ zaͤhlt worden ſind, unter der Strafe, tu daß er widrigenfalls alles Recht an auf das Pfand verliert, deſſen un⸗ entgeldliche Zuruͤckgabe in die⸗ ſem Falle von unſern Tribunaͤlen n und Juſtitzhofen verordnet wer⸗ enn den kann. un.* 15. Unter den nämlichen Stra⸗ 7 fen, duͤrfen die Juden keine In⸗ ſtrumente, Geraͤthſchaften, Werk⸗ zeuge und Kleidungsſtuͤcke von Ar⸗

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ir beitern, Taglöhnern und Dienſt⸗ int Gr. boten als Unterpfand annehmen. mim Dritter Titel. 40 hu 16. Kein Jude, der nicht wirk⸗ 1s ui lich in unſern Departementen des n za Ober⸗ und Niederrheins wohn⸗ an haft iſt, ſoll kuͤnftig zugelaſſen wer⸗ 1 den, ſich dort niederzulaſſen. 3Kein Jude, der nicht wirklich an⸗ ſaßig iſt, darf ſich in andern De⸗ 4 Wes partementen unſeres Reichs nie⸗ ¼ n derlaſſen, es ſey dann, daß er di urt ein Grundeigenthum erworben

habe, und ſich dem Ackerbau wid⸗ men werde, ohne ſich uͤbrigens mit irgend einem Handel im Gro⸗ ßen oder im Kleinen abzugeben. Von den Verfuͤgungen des ge⸗ genwaͤrtigen Artikels koͤnnen kraft einer von uns herrührenden be⸗ ſondern Erlaubniß Ausnahmen gemacht werden.

17. Die Judenſchaft in unſern Departementen wird nicht zugelaſ⸗ ſen, ſich bei der Konſcription durch andere erſetzen zu laſſen; jeder konſcribirte Jude iſt dieſem zu

Dis Forderungen der Juden betreffend. 19

Folge dem perſönlichen Dienſte

unterworfen. Allgemeine Verfügungen.

18. Die im gegenwaͤrtigen De⸗ krete enthaltenen Verfuͤgungen ſollen zehn Jahre lang vollzogen werden, indem wir hoffen, daß bei Ablauf dieſer Friſt, und mit⸗ telſt der verſchiedenen in Hinüctt der Juden ergriffenen Maßregeln, wiſchen ihnen und den uͤbrigen

uͤrgern unſeres Reiches kein Unterſchied mehr ſeyn wird; wo⸗ bei wir uns jedoch fuͤr den Fall, wenn wir uns in unſerer Hoff⸗ nung getaͤuſcht ſehen ſollten, vor⸗ behalten, die Vollſtreckung des⸗ elben, ſo lange als es uns dien⸗ ſch ſcheinen wird, zu verlaͤngern.

19. Die in Bordeaux und in den Oepartementen der Gironde und der Haiden anſaͤßigen Juden ſind, weil ſie zu keiner Klage An⸗ laß gegeben haben, und kein un⸗ erlaubtes Gewerb treiben, von den Verfuͤgungen des gegenwaͤr⸗ tigen Dekretes ausgenommen.*) 20. Unſere Miniſter ſind, und zwar jeder von ihnen in dem, was ihn betrifft, mit der Voll⸗ ſiehung des gegenwaͤrtigen De⸗ retes beauftragt.

¹) Durch ein Dekret vom 16. Juni 1808 ſind die zu Livorno anſätzigen Juden ebenfalls von

den Verfügungen obigen Dekretes ausgenommen

worden, und durch ein anderes von 11. April 1810 die Juden folgender Departemente: Meeralpen, Aude, Doubs, Oberegaronne, Herault, Marengo, Po, Seine und Oiſe, Stura, Doire, Seſta, Voge⸗ ſen, Gard, Genua, Rhonemündungen; das näm⸗ liche Dekret ermächtigt den Mintſter des Innern, beſondere oder individuelle Ausnahmen für die Städte, welche ihm ſolcher würdig zu ſehn ſchei⸗ nen, Sr. Maj. dem Kaiſer vorzuſchlagen.