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Die fünf französischen Gesetzbücher : in deutscher Sprache nach den besten Übersetzungen : Nebst den bezüglichen Gesetzen, Dekreten, Staatsrathsgutachten, Ministerialumschreiben, und allen seit 1814 in den Landen des linken Rheinufers und später in dem Rheinkreise ergangenen Gesetzen, Verordnungen und Instruktionen, wodurch die französische Gesetze aufgehoben, abgeändert und erläutert werden
Entstehung
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bei Zwangsveraͤuſſerungen betreffend. 7

beauftragten Notär, welcher laͤng⸗

ſtens in zehn Tagen ſich in die

Gemeinde begibt, wo die Immo⸗ bilien des Schuldners liegen, und da unter Zuziehung des Buͤrger⸗ meiſters oder ſeines Adjunkten aus dem Sektions⸗ oder Mutations⸗ buche der Gemeinde nicht nur die genaue Beſchreibung der Guͤter aufzuzeichnen, ſondern auch zu un⸗ terſuchen hat, auf welchen Rechts⸗ titel der Schuldner die Guͤter be⸗ ſitze, und mit welchen Reallaſten ſie allenfalls beſchwert ſeyen. Das hieruͤber aufzuſetzende Pro⸗ tokoll muß bei Strafe der Nich⸗ tigkeit auſſer allen ſolchen Kom⸗ miſſionsprotokollen gemeinen Foͤrm⸗ lichkeiten noch beſonders enthalten: a) die Anzeige der die Zwangs⸗ veraͤuſſerung begruͤndenden Ur⸗ kunde; b) die Erwaͤhnung, daß der Notaͤr ſich in die Gemeinde begeben habe, wo die Güter lie⸗ gen, c) in ſo fern von Gebaͤu⸗ lichkeiten die Rede iſt, die Zezeich⸗ nung, ob der Gegenſtand der Ver⸗ aͤuſſerung ein Haus, eine Sceune, oder dergleichen ſey, nebſt Angabe der Gemeinde, worin die Gebaͤu⸗ lichkeit liegt, und wenigſtens zweier Angrenzer. d) Wenn Grundſtücke veraußert werden ſollen, die Na⸗ tur und den beilaͤufigen Flaͤchenin⸗ halt eines jeden Grundſtuͤckes, den Banndiſtrikt, die Gewanne oder die Sektion, den Namen der Ge⸗ meinde worin dasGrundſtuck liegt, oder wenigſtens zwei ſeiner An⸗ grenzer, e) die vom betreibenden Glaͤubiger zu machenden Verſtei⸗ gerungsbedingniſſe, t) einen von ſeiner Seite anzuſetzenden Preis, um als erſtes Gebot zu dienen, endlich g) ſoll dieſes Protokoll wo moͤglich den Beſittztitel des Schuldners und die auf dem zu verſteigernden Gute haftenden Re⸗ allaſten enthalten. Dieſes Pro⸗ tokoll muß von dem Glaͤubiger und von dem Buͤrgermeiſter oder deſſen Adjunkten oder einem Schoͤf⸗ fenrathe unterſchrieben ſeyn.

6. Innerhalb der hierauf fol⸗ genden drei Tage muß der No⸗ kaͤr, ohne daß die Dazwiſchenkunft des Glaͤubigers noͤthig waͤre, den Anſchlagzettel fertigen. Der⸗ ſelbe muß enthalten: a) das Da⸗ tum des Guͤteraufnahmeprotokolls, b) Namen, Gewerb und Wohn⸗ ort des Schuldners, des betrei⸗ benden Glaͤubigers und des von dem letzten beſtellten Anwaltes, c) die Bezeichnung der in Ver⸗ ſteigerung zu bringenden Gegen⸗ ſtaͤnde; d) die Angade des Ver⸗ ſteigerungskommiſſaͤrs, des zur Verſteigerung feſtgeſetzten Tages und des Ortes, wo die Verſtei⸗ gerung Statt haben ſoll; e) die von dem betreibenden Glaͤubiger

gemachten Verſteigerungsbedingun⸗

gen; t) einen von ſeiner Seite angeſetzten Preis, um als erſtes Gebot zu dienen; g) die Ankun⸗ digung, daß die Verſteigerung ſogleich definitiv ſey, und ein Nach⸗ gebot nicht angenommen werden wird, endlich h) eine Aufforderung an den Schuldner, an die Hypo⸗ thekenglaͤubiger deſſelben, und an alle ſonſt dabei Betheiligeen, daß ſie ſich an einem in dem Anſchlags⸗ zettel zu beſtimmenden, jedoch nicht uͤber einen Monat hinauszuſetzen⸗ den Tag bei dem mit der Ver⸗ ſteigerung beauftragten Notaͤr ein⸗ zufinden haben, um ihre allenfalls zu machen habenden Einwendun⸗ gen gegen dieſe Verſteigerung vorzubringen..

7. Innerhalb acht Tagen vom Tage ſeiner Ausſertigung muß dieſer geſchriebene oder gedruckte Anſchlagszettel angeheftet werden: a) in der Gemeinde, wo die in Beſchlag genommenen Güter lie⸗ gen, und b) in der Gemeinde, wo der Schuldner wohnt. Die An⸗ heftung dieſer verſchiedenen An⸗ ſchlagszettel, welche an demjenigen Platze zu bewirken iſt, wo derglei⸗ chen Ankuͤndigungen gewohnlich angeheftet zu werden pflegen, ge⸗ ſchieht auf die bei den Veraͤuße⸗