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Die fünf französischen Gesetzbücher : in deutscher Sprache nach den besten Übersetzungen : Nebst den bezüglichen Gesetzen, Dekreten, Staatsrathsgutachten, Ministerialumschreiben, und allen seit 1814 in den Landen des linken Rheinufers und später in dem Rheinkreise ergangenen Gesetzen, Verordnungen und Instruktionen, wodurch die französische Gesetze aufgehoben, abgeändert und erläutert werden
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n den Mtaun

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Geſetz, gerichtliche Siegel ꝛc. betreffend. 5

der Notär, mittelſt Anſchluſſes zu dem Hauptprotokoll des Geſchaͤfts. Er hat dieſen Anſchluß, welcher für ſich keine Regiſtrirungsgebuhr eroffnet, auf dem Protokolle ſelbſt vorzumerken, dagegen alle Urkun⸗ den regiſtriren zu laſſen, deren Beſorgung zum Rentamte dem Gerichtsſchreider nicht obliegt.

36. Ueberall, wo es zur Einſicht oder Beſtätigung des Gerichtes erforderlich iſt, ſoll dieſem der

Akt oder das Protokoll des No⸗

tärs in UÜrſchrift vorgelegt werden, fuͤr welche Vorlegung dem Notaͤr weiter nichts als die Ueberſen⸗ dungskoſten erſetzt werden.

37. Die Verfügungen der Art. 34 und 36 treten, in ſoweit ſie darauf anwendbar ſind, auch da ein, wo es ſich von der Aufnahme eines Anltehens für Minderjaͤhrige oder Interdizirte, ingleichen von der Verhypothezirung von Immo⸗ dilien derſelben handelt.

38. Alle in der Geſetzgebung des Rdeinkreiſes enthaltene Verfügun⸗ gen, welche die im ge enwaͤrtigen Geſetze adgehandelten Gegenſtaͤnde betreffen, bleiben, ſoweit ſie in demſelden nicht abgeändert wor⸗ den ſind, in voller Kraft.

39. Die obigen Artikel 34, 35,

36 und 37 ſind nicht anwendbar wenn es ſich ganz allein unter ſolchen Großjährigen handelt, wel⸗ che unbeſchraͤnkte Verfugung über ihre Rechte haben, welche, wenn ſie ſich in Guͤte verſtehen wuͤr⸗ den, ihr unbewegliches ſowohl, als bewegliches Vermögen frei von Hand zu Hand veraͤuſſern, oder vertheilen könnten, ohne der Hulfe des Richters zu bedurfen.

40. In Streitfallen, welche ſich im Verlaufe der obenerwaͤhnten Geſchaͤfte ergeben, und nicht Na⸗ mens Minderjaͤhriger oder Inter⸗ dizirter erhoben werden, ſind die Urſchriften gleichfalls nicht auszu⸗ liefern oder vorzulegen, wenn die⸗ ſes nicht ſchon nach der beſtehen⸗ den Geſetzgebung ſtatt finden kann. Wir behalten Uns vor, in Anſehung der in dieſem Geſetze vorkommenden Gegenſtaͤnde die Taxen und Gebuhren durch eine beſondere Verordnung zu reguli⸗ ren. Das gegenwaͤrtige Geſetz ſoll durch das Geſetzblatt dann durch das Amtsblatt des Rheinkreiſes öffentlich bekannt ge⸗ macht werden. Gegeben Tegern⸗ ſee, den 11. September 1825.

Max Joſeph, Graf v. Reigersberg.

II.

Geſetz, die Vereinfachung des Verfahrens bei Zwangs⸗

veräuſſerungen von treffend.

Marximilian Joſeph ꝛc.

Uns iſt in Anſehung des Ver⸗ fahrens dei Zwangsveraͤuſſerungen von Immodbilien im Rheinkreiſe, ſo wie daſſelbe im Theil 1. Buch 5. Titel 12 und 13. Art. 673 bis 748 des dort geltenden Civilproze⸗ durgeſetzbuches vorgeſchrieben iſt, die Uederladung mit Förmlichkei⸗ ten, die daher entſtehende Koſt⸗ ſrieligkeit und lange Dauer ſol⸗ cher Zwangsverauſſerung n nicht

Immobilien im Rheinkreiſe be⸗

entgangen. Nachdem Uns nun auch der Landrath ſeine auf Ver⸗ einfachung dieſes Verfahrens ge⸗ richteten Wünſche wiederholt vor⸗ gelegt hat, ſo haben Wir die hier⸗ uͤber heſtehenden Geſetze zu die⸗ ſem Zwecke einer genauen Pru⸗ fung und Reviſion unterwerfen laſſen, und verordnen nach Ver⸗ nehmung Unſeres Staatsratbs, mit Beirath und Zuſtmmung Un⸗ ſerer Lieben und Geirenen der

Stande des Neichs, wie folgt: