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Die fünf französischen Gesetzbücher : in deutscher Sprache nach den besten Übersetzungen : Nebst den bezüglichen Gesetzen, Dekreten, Staatsrathsgutachten, Ministerialumschreiben, und allen seit 1814 in den Landen des linken Rheinufers und später in dem Rheinkreise ergangenen Gesetzen, Verordnungen und Instruktionen, wodurch die französische Gesetze aufgehoben, abgeändert und erläutert werden
Entstehung
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4 Geſetz, gerichtliche Siegel»c. betreffend.

die Bekanntmachung wenigſtens ein⸗

mal in daſſelbe eingeruͤckt werden.

22. Verſteigerung und Zuſchlag geſchehen nach Ortsgebrauch.

23. Die Publikation wird nach Inhalt des obigen Art. 11. beur⸗ kundet.

4. Von den Förnlichkeiten der freiwilli⸗ gen erichtlichen Verſteigerungen unbe⸗ weglicher Güter, welche zu Benefiziar⸗ Fbichafren oder zu Vakantmaſſen ge⸗

oren.

24. Beneſtziarerben und Kura⸗ toren vakanter Erbſchaften haben bei der Verſteigerung der Liegen⸗ ſchaften fuͤr die Art und Weiſe der Bekanntmachung und des Zu⸗ ſchlags die Foͤrmlichkeiten zu beob⸗ achten, welche oben Art. 20, 21, 22 und 23 vorgeſchrieben ſind.

25. Das Bezirksgericht ſoll zu der Verſteigerung einen Notaͤr ernennen.

5. Von den Förmiichkeiten der gericht⸗ lichen T lungen, oder den abthei⸗ langshalber nöthigen Veräuſſerungen (Lizitationen.)

26. Wenn die Gerichte zu Thei⸗ lungen, oder abtheilungshalber zu Verauſſerungen ermachtigen, ſo ernennen ſie zugleich, nach An⸗ trag der Bittſteller, oder von Amtswegen einen oder mehrere Experten fuͤr die Abſchaͤtzung und Bildung der Looſe, und verweiſen das Theilungsgeſchaͤft oder die Li⸗ zitation vor einen, auf gleiche Weiſe zu bezeichnenden Notaͤr. 27. Die Experten koͤnnen, nach ihrer gerichtlichen Beeidigung ihre Abſchaͤtzung und Bildung der Looſe vor dem beauftragten Notaͤr zu Protokoll geben.

28. Wenn in den Faͤllen, wo das Richteramt lediglich wegen Ermaͤchtigung zur Theilung und Lizitation angerufen werden mußte, alle Theilhaber mit den Verrich⸗ tungen der Experten zufrieden ſind, ſo bedarf es nicht, fuͤr den Abſchluß des Geſchaͤfts, der vor⸗ zaͤngigen gerichtlichen Genehmi⸗

gung der Verrichtung der Erx⸗ perten.

,29. Erheben ſich vor dem No⸗ taͤr Streitigkeiten, die eine ge⸗ richtliche Entſcheidung erfordern, ſo nimmt er ſolche in ſein Proto⸗ koll auf, und verweiſet damit die Parteien vor Gericht.

30. Wenn bei obwaltenden Streit⸗ punkten die Gerichte eine Thei⸗ lung oder eine Lizitation ver⸗ ordnen, ſo verweiſen ſie die⸗ ſelbe nach Erledigung dieſer Streit⸗ punkte gleichermaßen vor einen Notaͤr.

31. Die öffentlichen Lizitationen geſchehen nach Vorſchrift der obi⸗ gen Artikel 20, 21, 22 und 23.

6. Allgemeine Verrügungen.

32. Die genannten Art. 20, 21, 22 und 23 ſind bei allen Veraͤuſ⸗ ſerungen von liegenden Gruͤnden zu befolgen, welche nicht aus freter Hund verkauft werden duͤrfen, ondern öffentlich an den Letzt⸗ und Meiſtbietenden verſteigert werden muͤſſen.

33. Die praͤparatoriſche Verſtei⸗ gerung iſt uͤberall aufgehoben. t.34. Alle Beſchluͤſſe des Fami⸗ lienrathes, Abſchäatzungen, Gutach⸗ ten oder anderweitige Verrichtun⸗

gen der Experten, Ermaͤchtigungs⸗

oder Beſtaͤtigungsurtheile und alle prstweulſ zum Zwecke der obbe⸗ agten Geſchaͤfte ſollen die Ge⸗ richtsſchreiber, in ſoweit es ſie betrifft, nach deren vorgaͤngiger Regiſtrirung und Eintragung in den Repertorien, mit Vormerkung des beauftragten Notaͤrs, dem Betheiligten oder dem betreiben⸗

den Theile in Urſchrift ausliefern,

und ſich dieſe Auslieferungen in kurzen Worten auf den Reperto⸗ rien oder mittelſt eines beſondern, dem Repertorium anzufuͤgenden Stempel⸗ und tarxfreien Schei⸗ nes beſcheinigen laſſen, ohne daß fuͤr dieſe Beſcheinigung, eine Re⸗ giſtrirungsgebühr zu beziehen waͤre.

35. Alle dieſe Urkunden bewahrt

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