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Die fünf französischen Gesetzbücher : in deutscher Sprache nach den besten Übersetzungen : Nebst den bezüglichen Gesetzen, Dekreten, Staatsrathsgutachten, Ministerialumschreiben, und allen seit 1814 in den Landen des linken Rheinufers und später in dem Rheinkreise ergangenen Gesetzen, Verordnungen und Instruktionen, wodurch die französische Gesetze aufgehoben, abgeändert und erläutert werden
Entstehung
Seite
16
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16 Erſtes Buch. Zweiter Titel. Erſtes Kapitel.

Zeugen zugelaſſen werden, und in dieſen Faͤllen koͤnnen die Heirathen, Geburken und Sterbfaͤlle ſowohl durch Regiſter und Papiere, die von den verſtorbenen Eltern her⸗

Ein Gutachten des Staatsraths, genehmiget von Sr. Maj. den 2. verfloſſenen Monats Julius, und welches in das Geſetzbülletin Nro. 150 ein⸗ gerückt iſt bringt den Mairen die ihnen auferlegte Verbindlichkelt in Erinnerung, alle Urkunden ihrer Verwaltung ſelbſt zu unterzeichnen, und macht ihnen bekannt, daß die Angeſtellten bei den Mairien, unter der Benennung der Sekre täre, keinen öffentlichen Charakter haben, und aus dieſem Grunde keine Urkunde, keine Ausferti⸗ gung, ſo wie keinen Auszug aus den Urkunden der Obrigkeiten authentiſch machen können. Der Miniſter des Innern hat den Hrn. Präfekten auf⸗ getragen, ſchickliche Maßregeln zu ergreifen, um dem Mißbrauche ein Ende zu machen, der ſich in dieſer Hinſicht eingeſchlichen hatte. Se. Excelleng empfiehlt ihnen, den Mairen zu bemerken, daß keine Urkunde des Civilſtandes, welche von den Angeſtellten der Mairien ausgefertiget iſt, von den Präſidenten der Gerichte legaliſirt werden wird, und daß die Angeſtellten, welche künftig was immer für Verwaltungsurkunden unter⸗ ſchreiben, ſich in den Fall ſetzen, entweder von Amtswegen oder von den Parteien, die von dieſen Urkunden keinen Gebrauch machen konnten, ge⸗ richtlich belangt zu werden. Ich lade Sie daher ein, von Ihrer Seite zur Verhinderung dieſer Mißbräuche mitzuwirken. 4

Cirkular des Großrichters, Juſtitzminiſters, an die Kaiſerl. Prokuratoren, vom 21. April 1806.

Ich bin unterrichtet, daß mehrere Verwahrer der Regiſter des Civilſtandes, welche vor dem Ge⸗ ſetze vom 20. September 1792 geführt worden ſind, nicht mit Genauigkeit die Urkunden ab⸗ ſchreiben, von denen ſie Ausfertigungen abliefern,

und daß ſie die Erwähnung auslaſſen, daß dem vorgezeigten Kinde die Taufe ertheilt worden iſt. Die Hinweglaſſung, welche gedachte Beamten ſich erlauben, iſt durch kein Geſetz befohlen, ſie begehen daher einen Mißbrauch, indem ſie ſich ſolche

u Schulden kommen laſſen. Ohnehin muß ja

ſcon im Allgemeinen jede Ausfertigung einer Urkunde mit der Urſchrift gleichförmig ſeyn, und zu Folge des Art. 45 des Geſetzbuches Napoleons müſſen die Auszüge aus den Urkunden des Civil⸗ ſtandes gleichlautend mit den Regiſtern ausgefer⸗ tiget werden; in dieſer Hinſicht handeln die Be⸗ amten des Civilſtandes, welche ſie verſtümmeln, geradezu gegen das Geſetz. Ich trage Ihnen auf, dieſer Unordnung ein Ende zu machen, und die Maire und andere Verwahrer der Regiſter des Civilſtandes in Ihrem Bezirke auf die wahren Grundſütze üiber dieſen Gegenſtandzurückzuführen.

Kaiſerl. Dekret vom 12. Junius 1807 in Be⸗ treff der Gebühren, welche die öffentlichen Beam⸗ ten des Civilſtandes zu erheben berechtiget ſind.

Art. 1. Zufolge der Geſetze.... ſollen die öffentlichen Beamten des Civilſtandes auch künf⸗ tig erheben,

Für jede Ausfertigung einer Gehurts⸗, Sterbe⸗ und Verkündigungsurkunde der Heirath Fr. 30 C. Rebſtdem für Stempetgebühr und das Zehntel mehr für Kriegstare..... 83³

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rühren, als durch Zeugen bewieſen werden.

47. Jede Urkunde des Civilſtan⸗ des, ſie mag Franzoſen oder Aus⸗ laͤnder betreffen, die in einem frem⸗ den Lande gefertiget worden, hat volle Beweiskraft, wenn ſie nach der im beſagten Lande hergebrach⸗ ten Form abgefaſſet iſt..

48. Alle im Auslande gefertig⸗ ten Urkunden des Civilſtandes der Franzoſen ſind guͤltig, wenn ſie von den diplomatiſchen Agenten, oder von den Conſuln, den fran⸗ zoͤſiſchen Geſetzen gemaͤß, aufge⸗ nommen worden ſind. 4

49. So oft es noͤthig ſeyn wird, am Rande einer ſchon eingetrage⸗ nen Urkunde einer andern, die ſch auf den Civilſtand bezieht, zu er⸗ waͤhnen, ſoll dieſes auf Anſuchen der Intereſſenten, von dem Beam⸗ ten des Civilſtandes in den laufen⸗ den oder in den im Archive der Gemeinde aufbewahrten Regiſtern, und von dem Aktuar bei dem Tri⸗ bunal der erſten Inſtanz in den bei der Gerichtskanzlei hinter⸗ legten Regiſtern geſchehen. Zu dem Ende ſoll der Beamte des Ci⸗

Kriegstae..

2. In den Städten von 50,000 See⸗ len und darüber, für jede Ausfertigung der Geburts⸗, Sterbe⸗ und Verkündi⸗ gungsurkunden der Heirath....

Nebſtdem für Stempelgebühr und Kriegstare... 83

3. 1 1 33

Für die Ausfertigungen der Heiraths⸗, d Adoptions⸗ und Eheſcheidungsurkunden 1

Nebſtdem für Stempelgebühr und Kriegstalayyy.. 83 1 83

3.(Dieſer Artikel beſtimmt die Taren für Paris.)

4. Es iſt unter der auf die Erpreſſung(Con⸗ cuſſion) geſetzten Strafe verboten, andere Taren und Gebühren zu fordern. Für die Verferli⸗ gung gedachter Urkunden und die Eintragung der⸗ felben in die Regiſter iſt nichis zu entrichten.

Schrift in allen Büreaux und Orten, wo Erklä⸗ rungen über den Civilſtand gemacht werden, ſo wie

in allen Verwahrungsorten der Regiſler angebeſ⸗ ret ſeya

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5. Gegenwärtiges Dekret ſoll beſtändig mit großer

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