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Die fünf französischen Gesetzbücher : in deutscher Sprache nach den besten Übersetzungen : Nebst den bezüglichen Gesetzen, Dekreten, Staatsrathsgutachten, Ministerialumschreiben, und allen seit 1814 in den Landen des linken Rheinufers und später in dem Rheinkreise ergangenen Gesetzen, Verordnungen und Instruktionen, wodurch die französische Gesetze aufgehoben, abgeändert und erläutert werden
Entstehung
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13
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Von den Urkunden des Civilſtandes. 13

gen zugezogen werden; ſie werden von den Intereſſenten ſelbſt gewaͤhlt.

38. Der Beamte des Civilſtan⸗ des muß den erſcheinenden Theilen oder ihren Bevollmaͤchtigten und den Zeugen die Urkunden vorleſen. Es ſoll in denſelben Meldung von der Erfuͤllung dieſer Forma⸗ litaͤt geſchehen.

39. Dieſe Urkunden muͤſſen von dem Beamten des Civilſtandes, von den erſcheinenden Theilen und den Zeugen unterzeichnet werden, oder man muß die Urſache anfuͤh⸗ ren, welche die Erſcheinenden und die Zeugen zu unterzeichnen ver⸗ hindert.)..

40. Die Urkunden des Civilſtan⸗ des ſollen in jeder Gemeinde in ein oder mehrere Regiſter, die doppelt gefuͤhrt werden, eingetra⸗ gen werden.

41. Die Regiſter ſollen vom Praͤ⸗ ſidenten des Gerichtes erſter In⸗ ſtanz, oder von dem Richter, der deſſen Stelle vertritt, in ununter⸗ brochen fortlaufender Reihe auf ledem Blatte mit Ziffern verſehen, mit dem Handzuge bezeichnet, und

.) Gutachten des Staatsraths vom 12. Thermi⸗ dor 12. J.(21. Junius 1804), genehmiget vom Kaiſer den 25.(3. Auguſt).

Der Staatsrath ꝛc. über die Frage, ob die von dem Miniſter des Innern vorgeleg ten Formulare der Urkunden des Civilſtandes den Beamten des Civilſtandes überſendet werden ſollen, um die Gleichförmigkeit derſelben im ganzen Reiche zu ſichern, in Erwägung, daß, wenn es, vorzüglich bei dieſem Gegenſtande, gefährlich ſeyn kann, buchſtäblich dieſe oder jene Redaktion vorzu⸗ ſchreiben, ſo daß der Gebrauch jeder andern unter⸗ fagt ſey, und die Subſtanz ſelbſt der Urkunde ge⸗ fährden könnte,(ein Nachtheil, dem man dadurch hat vorbeugen wollen, daß man keine beſondere Formulare in das Geſetzbuch Napoleons aufge⸗ nommen hat) es doch ſehr vortheilhaft iſt, einer zahlreichen Klaſſe von Beamten, welche nicht alle einen gleichen Grad von Erfahrung haben, einen Leitfaden zu geben; allein daß dieſes kein Gegen⸗ ſtand eines Geſetzes oder eines kaiſerl. Dekretes ſeyn kann, weil Formulare, wenn man ſie anneh⸗ men will, bloß als Rathſchläge und nicht als Vor⸗ ſchriften, als Beiſpiele und nicht als ſtrenge verbin⸗ dende Verfügungen gelten können: iſt der M e i⸗ nung, daß die vorgelegten Formulare weſentlich gut, und nach obigem Geſichtspunkte nützlich ſind; allein daß ſie nur im Wege eines miniſteriellen Unterrichts, den Befehlen gemäß, welche der Kai⸗ ſer zu ertheilen für zweckmäßigfinden mag, bekannt

gemacht werden dürfen.

für die Zukunft zu unterbleiben.

welches das erſte und letzte Blatt ſey, ſoll noch beſonders bemerkt werden..

42. Die Urkunden ſollen in die Regiſter hintereinander, ohne eini⸗ gen Zwiſchenraum zu laſſen, ein⸗ getragen werden. Ausſtreichungen und ſonſt wohin geſchriebene Zu⸗

ſaͤtze muͤſſen, auf die naͤmliche Weiſe

wie der Hauptinhalt der ÜUrkunde, genehmigt und unterzeichnet wer⸗ den. Im Schreiben darf man ſich keiner Abküͤrzungen bedienen, noch irgend ein Datum mit Ziffern aus⸗ druͤcken. 3

43. Am Ende eines jeden Jah⸗ res ſollen die Regiſter von dem Beamten des Civilſtandes foͤrmlich abgeſchloſſen, und den Monat da⸗ rauf eines der Exemplare in die Archive der Gemeinde, das andere in die Kanzlei des Gerichtes der erſten Inſtanz niedergelegt werden.)

*) 1. Die Einſendung des Duplicates hat an die K. Friedensrichter zu geſchehen. M. ſ. die zu Art. 53 angef uhrte Allerhöchſte Verordnung vom 5. Auguſt 1817.

2. Die durch K. Dekret vom 20. Juli 1807 ein⸗ geführten 10jährigen Tabellen ſind aufgehoben.

a) Allerhöchſte Verordnung vom 31. Auguſt 1823.

Maximilian Joſeph ꝛc. ꝛc. Wir haben auf euern Bericht vom 25. Juni d. J. deſſen Bei⸗ lagen hierneben zurückfolgen, beſchloſſen und be⸗ ſtimmen:

1. Die dreifache Fertigung der zehnjährigen Ta⸗ bellen über die Regiſter des Civilſtandes hat

2. Dagegen ſollen einfache, nicht auf Stempel⸗ papier geſchriebene, alphabetiſche Tabellen über die Civilſtandsakten nur bei den Gemeinden beſtehen, und durch die Civilſtandsbeamten zur Erleichterung des Nachſuchens und Nachſchlagens geführt werden.

3. Dieſe Civilſtandsbeamten ſind anzuweiſen, ein nach Verhältniß der Gemeinden hinreichend großes Buch zur Fertigung und Fortführung die⸗ ſer alphabetiſchen Tabellen anzuſchaffen.

4. Dieſes Buch iſt nach dem Alphabete in der Art abzutheilen, daß auf jeden Buchſtaben ſo viel⸗ Blätter gerechnet werden, als nach Größe und Verhältniß der Gemeinde erforderlich ſind, damit daſſelbe auf eine große Reihe von Jahren zu den Einträgen hinreiche.

5. In das Buch ſollen a) Für das Ver⸗ gangene unter dem betreffenden Buchſtaben die Einträge über alle Civilſtandsakten gemacht werden, welche ſich ſeit dem Jahre 1792, resp. 1798 in der Gemeinde ergeben haben. b) F ü r das Künftige aber hat der Civilſtandsbeamte einer jeden Gemeinde ſobald als er irgend einen Civilakt aufgenommen, den erforderlichen Eintrag in dieſes Buch unter dem betreffenden Buchſtaben

uf der Stelle zu machen