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Die fünf französischen Gesetzbücher : in deutscher Sprache nach den besten Übersetzungen : Nebst den bezüglichen Gesetzen, Dekreten, Staatsrathsgutachten, Ministerialumschreiben, und allen seit 1814 in den Landen des linken Rheinufers und später in dem Rheinkreise ergangenen Gesetzen, Verordnungen und Instruktionen, wodurch die französische Gesetze aufgehoben, abgeändert und erläutert werden
Entstehung
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9
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Von dem Genuſſe und Verluſte der Ctvilrechte. 9

Etabliſſement.*) Die Anlegung ei⸗ nes Handelshauſes(les établisse- mens de commerce) ſoll niemals ſo angeſehen werden, als ſey ſie, ohne Abſicht einſt zuruͤckzukehren, geſchehen.. 18. Ein Franzoſe, der die recht⸗ liche Eigenſchaft eines Franzoſen verloren hat, kann ſie jeder Zeit wieder erlangen, wenn er mit Er⸗ laubniß des Kaiſers nach Frankreich zurückkehrt, und erklaͤrt, daß er 8

daſelbſt niederlaſſen wolle, und da

er auf jede mit den franzöͤſiſchen

und in einer fremden Uniform erſcheinen; es wird ihnen erlaubt, die Nationalfarben zu tragen, wenn ſie ſich im Reiche befinden.. 23. Sie dürfen gleichwohl fremde Ordenszeichen tragen, wenn ſie ſolche mit unſerer Erlaubniß er⸗ halten haben. 24. Franzoſen, die im Dienſte einer fremden Macht ſind, können niemals bei uns als Geſandte, Miniſter oder Abgeordnete accredirt, noch zuge⸗ laſſen werden, bei uns bei einer feierlichen Gele⸗ genheit eine Sendung(mission d'apparat) zu

verrichten, die ſie in den Fall ſetzen möchte, vor

uns in ihrem fremden Coſtüm zu erſcheinen.

25. Jeder Franzoſe, der ohne unſere Bewilli⸗ gung in den Dienſt einer fremden Macht tritt, wird bloß deswegen ſo betrachtet, als wenn er ohne unſere Erlaubniß im Auslande naturaliſirt

wäre, und wird aus dieſem Grunde nach den Ver⸗

fügungen des 2. Tit. des gegenwärtigen Dekrets behandelt; bleibt er zur Zeit eines Krieges in fremden Dienſten, ſo ſind die im Dekrete vom 6. April 1809 verhängtenStrafen auf ihn anwendbar.

26. Der Art. 14 iſt auf die Franzoſen anwend⸗ bar, welche ſich ohne offene Briefe in fremden Dienſten befinden.

27. Unſer Dektret vom 6. April 1809 ſoll auch künftig in Anſehung jener Artikel vollzogen wer⸗ den, welche durch die Verfügungen des gegenwär⸗ tigen Dekrets weder aufgehoben, noch modificirt ſind, und beſonders in Anſehung der Franzoſen, welche ohne unſere Erlaubniß in den Dienſt einer fremden Macht getreten ſind, und darin bleiben, nachdem der Krieg zwiſchen Frankreich und dieſer Macht erklärt worden iſt. Dadurch allein, daß ſie fortgefahren haben, zu einem Militaireorps zu gehören, das beſtimmt iſt, gegen das franzöſiſche Reich oder ſeine AllürteFeindſeligkeiten auszuüben, werden ſie ſo angeſehen, als wenn ſie die Waffen gegen uns getragen hätten.

*) Kaiſerl. Dekret vom 7. Januar 1808.

Art. 1. In Gemäßheit des 17. Art des Geſetz⸗ buches Napoleons, darf kein franzöſiſcher Geiſt⸗ licher die Ertheilung eines Bißthums in partibus von dem Pabſte weder nachſuchen, noch annehmen, wenn er nicht vorher von uns auf den Bericht un⸗ eeres Kultusminiſter hiezu autoriſirt worden iſt.

2. In Gemäßheit der Verfügungen des vorher⸗ gehenden Artikels kann kein franzöſiſcher Geiſtlicher, der zu einem Bißthume in partibus ernannt iſt, die Weihe erhalten, bevor nicht ſeine Bullen im Staatsrathe unterſucht worden ſind, und wir die Bekanntmachung derſelben erlaubt haben.

Geſetzen im Widerſpruche ſtehende Auszeichnung Verzicht leiſte.

19. Eine Franzoͤſin, die einen Frem⸗ den heirathet, folgt dem rechtlichen Zuſtande ihres Mannes. Wird ſie Wittwe, ſo erhaͤlt ſie die rechtliche Eigenſchaft einer Franzoͤſin wieder, vorausgeſetzt, daß ſie entweder in

Frankreich wohnt, oder mit Er⸗

laubniß des Kgiſers dahin zuruͤck⸗ kehrt, und erklaͤrt, daß ſie ſich dort niederlaſſen wolle. 20. Wer in den Faͤllen, wie ſie im 10., 18. und 19. Artikel beſtimmt ſind, die rechtliche Eigenſchaft eines Franzoſen wieder erhaͤlt, kann ſie nicht eher geltend machen, als bis er die Bedingungen erfuͤllt hat, die in dieſen Artikeln ihm auferlegt ſind, und nur um ſolche Rechte auszu⸗ uͤben, die ihm nach dieſem Zeit⸗ punkte zu ſeinem Vortheile anfallen. 21. Ein Franzoſe, der, ohne Er⸗ laubniß des Kaiſers, Kriegsdienſte im Auslande nimmt, oder einer fremden Militaͤrkorporation ſich einverleiben laͤßt, verliert die recht⸗ liche Eigenſchaft eines Franzoſen. Er kann nur mit Erlaubniß des Kaiſers nach Frankreich zuruͤckkeh⸗ ren, und die rechtliche Eigenſchafe eines Franzoſen nur dann wieder erhalten, wenn er die Bedingungen erfuͤllt, die dem Fremden auferlegt ſind, um Staatsbuͤrger zu werden;

alles mit Vorbehalt der Strafen,

welche das Criminalgeſetz wider die

. Franzoſen verhaͤngt, die wider ihr

aterland die Waffen getragen ha⸗ ben, oder ſie in der Folge tragen werden.

Zweiter Abſchnitt. Von dem Verluſte der Civilrechte, als Folge gerichtlicher Verurtheilungen.

22. Die Verurtheilungen zu ſol⸗ chen Strafen, deren Wirkung darin beſteht, daß ſie den Verurtheilten von aller Theilnahme an den Ci⸗ vilrechten ausſchließen, welche hier unten benannt ſind. ziehen den buͤr⸗ gerlichen Tod nach ſich.

23. Die Verurtheilung zum na⸗