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Code De Procédure Civile / Nach der neusten officiellen Ausgabe verdeutscht ; und, nebst den von dem Französichen Rechtsgelehrten Herrn Dufour jedem Artikel beygefügten Parallelstellen des ältern Französischen und Römischen Rechts, auch seinen eigenen Bemerkungen ; herausgegeben von D. Christian Daniel Erhard
Entstehung
Seite
575
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ar Th. 3s B. Von ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen. 575

Schriften unterdruͤcken, ſolche fuͤr verlaͤumderiſch erklaͤren, und befehlen,

daß ihre Urthel 6a und oͤffentlich angeſchlagen werden ſollen.(¹) 1 Vom erſten Oetober bis zum ein und treyßigſten Maͤrz darf vor ſechs Uhr des Morgens, und nach ſechs Uhr und vom erſten April bis zum dreyßigſten Sep⸗ tember darf vor vier Uhr des Morgens und nach neun Uhr des Abends keine Inſinuation, ſo wie auch keine Huͤlfsvoll⸗ ſtreckung geſchehen; eben ſo wenig, an geſetzlichen Feyertagen, ausgenommen, wenn der Richter in Faͤlen, wo Gefahr beym Verzuge iſt, dazu Erlaubniß ertheilt hat.(Art. 808.)(*) 1o38. Derjenige Sachwalter, welcher eine Sache geführt

hat, in der ein Endurthel geſprochen worden iſt, muß, wenn uͤber die Vollſtreckung dieſes Urthels Streit entſteht, ſeine

Parthey auch dabey vertreten, ohne daß es hiezu einer neuen Vollmacht bedurfte, dafern naͤmlich die 2 Vollſtreckung in dem Jahre erfolgt, in welchem das Urthel geſprochen worden iſt.

1039. Alle Zufertigungen, welche an oͤffentliche Perſo⸗ nen, die zu deren Annahme beſtellt ſind, inſinuirt werden, ſind auf dem Original unentgeltlich von ihnen zu viſiren.

Weigern ſie ſich deſſen, ſo muß der kaiſerliche Anwald beym Gerichte erſter Inſtanz ihres Wohnortes das Original viſiren; wer ſich zu viſiren weigert, kann auf Antrag der Staatsbehoͤrde zu einer Geldbuße verurtheilt werden, welche nicht unter fuͤnf Franken betragen darf.(3)

1040. Alle richterlichen Amts wegen zu fertigende Auf⸗ ſaͤtze und Protocolle ſind an dem Orte, wo das Gericht ſeinen Sitz hat, abzufaſſen. Der Richter muß dabey ſtets den Ge⸗ richtsſchreiber bey der Hand haben, welcher die Urſchriften aufzubewahren und die Ausfertigungen zu ertheilen hat. Doch kann in dringenden Fallen der Richter auch in ſeiner Woh⸗

tionen vor Sonnenaufgang und nach Sonnenunter⸗ gang zu verrichten.

(3) Ordonnanz v. 1607. Lit. II. Art. 4.