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Code De Procédure Civile / Nach der neusten officiellen Ausgabe verdeutscht ; und, nebst den von dem Französichen Rechtsgelehrten Herrn Dufour jedem Artikel beygefügten Parallelstellen des ältern Französischen und Römischen Rechts, auch seinen eigenen Bemerkungen ; herausgegeben von D. Christian Daniel Erhard
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567
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ar Th. 38 B. Von ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen. 367

1021. Die ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen koͤnnen ſelbſt dann, wenn ſie bloß praparatoriſch ſind, nur nach ertheilter Genehmigung des Gerichtspraſidenten vollſtreckt werden, der ſolche unter das Original, oder an den Rand deſſelben ſchreibt, ohne daß eine Mittheilung an die Staatsbehoͤrde erfoderlich wäre, und dieſe Reſolution wird ſodann bey der Ausfertigung der Entſcheidung zugleich mit ausgefertigt.

Das Erkenntniß uͤber die Vollziehung der Entſcheidung

ſteht dem Gerichte zu, das die Genehmigung ertheilt hat.

1022. Auf ſchiedsrichterliche Entſcheidungen kann man ſich nie gegen den Dritten berufen.(*)

1023. Die Appellation wider ſchiedsrichterliche Erkennt⸗ niſſe wird gerichtet: in Sachen, welche, wenn ſie nicht an Schiedsrichter gediehen wären, in erſter oder letzter Inſtanz vo den Friedensrichter gehoͤrt haben wuͤrden, an die Gerichte erſter Inſtanz; in Sachen aber, welche in erſter oder letzter

Inſtanz vor die Gerichte erſter Inſtanz gehoͤrt haben wuͤrden, an die Appellationsgerichte.(2) 1024. Was von der proviſoriſchen Vollſtreckung der ge⸗

richtlichen Urthel gilt,(Art. 133. 157. 457. 458.) iſt auch auf die ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen anwendbar.

1025. Wird die Appellation verworfen, ſo wird der Ap⸗ pellant in dieſelbe Geldbuße(Art. 471.) verurtheilt, als ob von einem gewoͤhnlichen richterlichen Erkenntniſſe die Rede ware.

1026. Die Wiedereinſetzung in den vorigen Stand kann wider ſchiedsrichterliche Entſcheidungen geſucht werden, und zwar in den oben wegen der ordentlichen richterlichen Erkennt⸗ niſſe beſtimmten Friſten, Formen und Fallen.(1. Th. W. B. 1I. Tit. Art. 480. 483. 402 495. 409. 500.)

Dieß Rechtsmittel iſt bey eben dem Gerichte anzubringen, an weiches die Appellation zu richten geweſen ſeyn wuͤrde.

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() F C.(VII, 56. quibus res iud. non nocet 1. 63. in pr. (2) Domar droit public Liv II. Tit VII. Sect. I. n. 8. Vergl. Edikt Franz l. vom Monat Auguſt 1560.