Druckschrift 
Code De Procédure Civile / Nach der neusten officiellen Ausgabe verdeutscht ; und, nebst den von dem Französichen Rechtsgelehrten Herrn Dufour jedem Artikel beygefügten Parallelstellen des ältern Französischen und Römischen Rechts, auch seinen eigenen Bemerkungen ; herausgegeben von D. Christian Daniel Erhard
Entstehung
Seite
563
Einzelbild herunterladen

u e mun un ii u

Rhdmit en k* zeneu m n chocun iut

lu zen, i

mze lu tenus it k iin h u ſen pnct · vi lu nibui ji urbimle

puteutt ny

. lez nbim is dutict i

nit iu i

in en umt

intion, 120

s mi un

3

2r Th. 38 B. Von ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen. 563

die Schiedsrichter ſind gehalten, auf das Beygebrachte zu er⸗ kenndn.(S. oben Art. 98. 09. 100.)

Das Urthel iſt von jedem der Schiedsrichter zu unterzeich nen. Sind mehr, als zwey Schiedsrichter, und verweigert die Minoritaͤt ihre Unterſchrift: ſo muß dieß von den uͤbrigen Schiedsrichtern angemerkt werden, und das Urthel hat eben die Wirkung, als ob jeder der Schiedsrichter es unterzeichnet haͤtte.

Wider ein ſchiedsrichterliches Erkenntniß findet auf keinen

Fall das Rechtsmittel der Oppoſition Sktatt.()

1017. Im Falle der Stimmengleichheit muͤſſen die Schiedsrichter, wenn ihnen verſtattet iſt, auf dieſen Fall einen Obmann zu ernennen, dieſes in der naͤmlichen Sentenz thun, durch welche ſie erklaͤren, daß die Stimmengleichheit Statt finde. Koͤnnen ſie ſich uͤber die Ernennung des Obmanns

nicht vereinigen, ſo erklären ſie dieſes zum Protocoll, und

der Obmann wird ſodann vom Praſidenten desjenigen Gerichts ernannt, welches die Vollſtreckung der ſchiedsrichter⸗ lichen Entſcheivung zu verordnen hat.

Der Theil, welcher die Sache am eifrigſten betreibt, hat bey ihm deshalb eine Bittſchrift einzureichen.

In beyden Fällen muß jeder Theil der Schiedsrichter ein⸗

weder in einem und demſelben, oder in mehrern Protocollen

ſeine Meinung beſonders, und mit Beyfuͤgung der Entſchei⸗ dungsgruͤnde, aufſetzen.(2)

1018. Der Obmann hat, vom Tage der Uebernahme des Geſchaͤfts an gerechnet, in Monatsfriſt ſeine Entſchei⸗ dung zu geben; ausgenommen, wenn dieſe Friſt in der Ur⸗ kunde, durch die er ernannt wurde, verlaͤngert worden iſt; doch kann er das Erkenntniß nicht eher ertheilen, bis er ſich

vorher mit ſaͤmmtlichen unter einander in Widerſpruch ſtehen⸗

Nn 2

(1) Pothier, Traité de la Procédure civile P. II. ch. Art. 2. Pomat des Compromis Sect. II. n. 5.

(2) Vorher bereits anerkannter Gerichtsbrauch. Pothier g.. P