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3 32. Von ſchiedsrichterlichen Euſcheidungen. 559
Icoz. Die Vereinigung uͤber ie Wahl der Schiedsrich⸗ ter kann entweder vor den gewäͤhlten Schiedsrichtern zu Pro⸗ tocoll genommen, oder in einer vor einem Notar gefertigten, oder auch unter bloßer ausgeſtellten Urkunde erklart werden. roœõ. In dieſem köſſen, bey Strafe der Nichtigkeit, die ſtreitigen Gegenſtände angegeben, und die
tamen der Schiedsrichter enthalten ſeyn.(1)
107. Das Compromiß iſt guͤltig, wenn gleich keine Friſt darin beſtimmt iſt; und in dieſem Falle dauert der Auftrag der Schiedsrichter, vom Tage des S an, nicht langer als drey Monate.(2)
1c08. Waͤhrend der zur ſchiedsrichterlichen— ng be⸗ ſtimmten Friſt, koͤnnen die Schiedsrichter nicht anders, als mit einſtimmger Einwilligung der Partheyen wieder abgeſetzt
werden.
10e. Beym Verfahren haben die Partheyen ſowohl, als die Schiedsrichter, die zum Verfahren bey den Gerichten feſtgeſetzten Friſten und Formen zu befolgen, ausgenommen, wenn die Partheyen ein anderes ausgemacht haben. 1010. Sowohl bey, als nach dem Compromiſſe koͤnnen die Partheyen auf die Appellation Verzicht leiſten. Hat man wegen der Appellation oder wegen des Rechts— mittels der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand auf ſchieds⸗
richterlichen Ausſpruch compromittirt: ſo iſt das ſchiedsrichter⸗
liche Erkenntniß definitiv, und es hat keine Appellation dage⸗ gen Statt.(2)
1or1. Alle bey der ſchiedsrichterlichen Erörterung zur
Inſtruction erfoderliche Handlungen muͤſſen, ſo wie die Auf⸗ nehmung der Protocolle, von ſammtlichen Schiedsrichtern ge⸗
6) L. 27. H. 2.(IV. 8.) D. de receptt. et qui arbitr. recep.
m Geſetze vom 16. Aug. 1790. Art 4. war beſtimmt, daß wi⸗ der die ſchiedsrichterlichen Entſch eidungen nur dann ſole appelirt
werden konnen, wenn die Partheyen ſich ſolches vorbehalten ge⸗ Sn


