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tr Th. 18 B. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. 17
24. Wird der Beſitzſtund, oder die Beeintraͤchtigung(Sts⸗ rung) gelaͤugnet: ſo darf das hierauf angeordnete Zeugenverhoͤr ſich nicht auf den Grund des Rechtes ſelbſt erſtrecken.(1)
25. Die poſſeſſoriſche und petitoriſche Klage duͤrfen nie in einem und demſelben Libell angebracht(cumulirt) werden.(2) 26. Wer petitoriſch geklagt hat, wird dann mit einer poſſeſſoriſchen Klage weiter nicht gehoͤrt.
27. Wer im poſſeſſoriſchen Proceſſe Beklagter iſt, kann die petitoriſche Klage vor beendigtem Poſſeſſorium nicht einrei⸗ chen. Hat er den Proceß verloren: ſo darf er ſie nicht eher anſtellen, als bis er demjenigen, wozu er in dem wider ihn gefaͤllten Erkenntniſſe vutiheil worden iſt, voͤllig Genuͤge geleiſtet hat.
Verzoͤgerte jedoch die Parthey, welche das Urthel ausge⸗
bracht hat, den ihr zuerkannten Betrag liquidiren zu laſſen:
ſo kann der Richter, der uͤber die petitoriſche Klage zu erken⸗ nen hat, einen Zeitraum zu dieſer Liquidation beſtimmen, nach deſſen Ablaufe die petitoriſche Klage anzunehmen iſt.(2)
Fuͤnfter Titel. Von Beſcheiden, die nicht Endurthel ſind, und deren Voll⸗ iehung.
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28. Beſcheide, welche nicht Endurthel ſind, ſollen, wenn ſie auf Anhörung beyder Theile ergangen, und in ihrer Ge⸗ genwart ertheilt worden ſind, den Partheyen nicht zugefertigt werden. Sollte im Beſcheide eine Verrichtung angeordnet ſeyn, welcher die Partheyen beywohnen muͤßten: ſo muß dar⸗
in der Ort, der Tag und die Stunde angegeben ſeyn; und
(2) Drdonnanz v. 1667. Lit. XVIII. Art. 3. (2) Ebendaſ. Art. 8. (3) Ebendaſ. Art. 4 B


