Einleitung. XRIR 3 S. 83. bereits meine Genanken geſagt. Ich muß, nach wiederholtem Nachforſchen bey der Meinung „ beharren, daß ihm in unſter Sprache nichts entſpreche,
Ge⸗ als das Wort: Sat, weil in den Serichten wo es — ublich iſt, daß die Advocaten gegen einander verfah⸗ ren, ohne die Schriften an das Gericht zu richten,
i jedermann ſagt: es ſey in abgewechſelten Säͤtzen
6 verfahren worden,(welche auch in der alten Urthelsſprache
niß Geſ ätze genannt werden), dagegen wir in Proceſſen,
dener in welchen alle Schriften an den Richter gerichtet
werden, dieſe Schriften mit den Worten: rechtli⸗
i. ches Einbringen bezeichnen. Sind nun die Actes
6de d'avoues à avoués, wie man im Formulaire des Delaporte und beym Lepage a. a. O. S. 169.
dr und an mehrern Orten findet, nichts anderes, als
heb Schriften, in welchen Kläger oder Beklagter in
der dritten Perſon zu ſeinem Gegner ſpricht,
E und ſeine Gruͤnde gegen ihn vortraͤgt: ſo frage ich
beißt jeden verſtaͤndigen Praktiker, der dieſe Art des, vor⸗
nd zuglich in den Landen aller ſächſiſcher Furſten, gewoͤhn⸗
lichen Verfahrens, und zugleich die Natur der Acte
Reſes
d'avoué à avoué kennt, ob nicht beyde Arten der u SSchriften ſich ihrer Natur nach vollig gleich ſind?
Das Einzige, wodurch ſie ſich unterſcheiden, iſt, daß in den franzoſiſchen Gerichtshoͤfen jeder einzelne Sätz ſche dem gegneriſchen Anwalde durch den Huiſſier zugefer⸗ tigt wird, we bey uns geſchieht, da jeder


